Am Container Terminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist ein leistungsfähiges privates 5G-Campus-Netz in Betrieb gegangen. Die HHLA hat die Infrastruktur gemeinsam mit der Deutschen Telekom und Ericsson im Rahmen des Projekts „Procon 5G“ umgesetzt. Seit Ende Mai 2026 versorgt das Netz eine Fläche von über einem Quadratkilometer und bildet die Grundlage für zentrale Logistikprozesse, Echtzeit-Anwendungen und ein digitales Testfeld für Innovationen im Hafen.
Das 5G-Campus-Netz ist speziell auf die Anforderungen eines hochautomatisierten Containerterminals ausgelegt, heißt es in einer Pressemitteilung. Es vernetzt Fahrzeuge, Sensoren, mobile Endgeräte und IT-Systeme in Echtzeit. Die auf der Ericsson 5G Campus Private Lösung basierende Architektur gewährleistet laut Anbieter auch bei hoher Auslastung eine stabile und performante Kommunikation und ist flexibel erweiterbar – sowohl am Standort als auch für zukünftige Anwendungen oder weitere Flächen. Das Netz wird als dediziertes, vom öffentlichen Mobilfunk unabhängiges 5G-Campus-Netz im lokal zugewiesenen Frequenzspektrum betrieben.
Weitere Projektpartner
Neben der technischen Realisierung durch Telekom und Ericsson wurde die HHLA durch weitere Partner unterstützt: Die Funknetzplanung und Ausschreibung erfolgte mit Unterstützung des Zentrums für Digitale Entwicklung (ZDE). Lufthansa Industry Solutions (LHIND) übernahm Aufgaben in der Projektleitung, während die Hamburg Port Consulting (HPC) das Fördermittelmanagement verantwortete.
Procon‑5G ist Teil der Förderrichtlinie „Digitale Testfelder in Häfen“. Damit unterstützt das Bundesministerium für Verkehr (BMV) den Aufbau digitaler Infrastrukturen zur Erprobung innovativer Technologien. Projektträger ist der TÜV Rheinland.