Bilanz 2025: HGK steigert Umsatz, Sondereffekt belastet Ergebnis

06.07.2026 08:44 Uhr | Lesezeit: 3 min
Schiff der HGK
Auch im fünften Jahr als Teil der Gruppe erzielte die HGK Shipping erneut ein Ergebnis über Plan.
© Foto: HGK

Trotz geopolitischer Spannungen und eines schwierigen Marktumfelds entwickelte sich die HGK-Gruppe operativ stabil. Der Gruppenumsatz stieg auf 646,7 Millionen Euro, ein einmaliger Sondereffekt belastete jedoch das Ergebnis.

In einem von geopolitischen Spannungen, konjunktureller Zurückhaltung und strukturellen Herausforderungen geprägten Umfeld hat sich die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) laut Pressemitteilung zur Jahresbilanz operativ stabil entwickelt. Der Gruppenumsatz der in der HGK konsolidierten Unternehmen stieg 2025 um 2,7 Prozent auf 646,7 Millionen Euro (Vorjahr: 629,5 Millionen Euro). Die HGK Shipping erzielte dabei im fünften Jahr ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe erneut ein Ergebnis über Plan. Die HGK Logistics & Intermodal bestätigte ihre positive Entwicklung des Vorjahres. Genau wie die Bereiche Infrastructure & Maintenance und Real Estate trug sie wieder zu einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei. Trotz der stabilen Performance der übrigen Geschäftsbereiche verzeichnete die Gruppe jedoch ein deutlich negatives Gruppenergebnis von minus 14,1 Millionen Euro. 

Rheincargo verursacht negatives Gruppenergebnis

Grund für diese Entwicklung ist ein einmaliger Sondereffekt im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Rheincargo, die das Geschäftsjahr deutlich negativ abschloss. Neben der schwachen konjunkturellen Entwicklung wirkten sich laut HGK insbesondere strukturelle Engpässe in der öffentlichen Schieneninfrastruktur auf Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit aus. Vor dem Hintergrund weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen im Schienengüterverkehr nahm die HGK-Gruppe deshalb eine Wertberichtigung des Beteiligungsbuchwerts vor. 

„Der Einmaleffekt im Zusammenhang mit Rheincargo prägt das ausgewiesene Ergebnis 2025. Bereinigt liegt das Ergebnis nach Steuern bei 16,5 Millionen Euro; gleichzeitig halten wir die operative Ertragskraft mit einer EBIT-Marge von 3,3 Prozent auf einem soliden Niveau“, berichtet Susanne Pietsch, CFO der HGK-Gruppe. Das EBIT betrug 20,5 Millionen Euro.

Mehr Fokus auf Digitalisierung

Strategisch will die intermodal aufgestellten Logistikgruppe weiterhin trimodale Logistiklösungen aus einer Hand, eigene Assets und eine hohe Steuerungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen. Zudem spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle: In einem Pilotprojekt bei HGK Shipping wurde der Aufbau einer unternehmenseigenen KI-Anwendung vorangetrieben, um Prozesse effizienter zu gestalten und Entscheidungswege zu beschleunigen.

Auch Infrastruktur- und Standortentwicklung blieben zentrale Handlungsfelder. Im Rahmen des Förderprogramms Digitest wurde im Niehler Hafen erstmals in Deutschland eine vollständig digitale Erfassungsinfrastruktur für Warenein- und -ausgänge über alle Modalitäten geschaffen. Gleichzeitig will die HGK-Gruppe gezielt Zukunftsfelder wie die Kreislaufwirtschaft und neue Güterströme in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit entwickeln.

Ausblick

Angesichts weiterhin herausfordernder Marktbedingungen setzt die HGK-Gruppe laut Pressemitteilung auf eine noch engere Integration ihrer Leistungen und wird sich dafür organisatorisch neu aufstellen. Hintergrund sind dauerhafte Veränderungen von Wirtschaft und Handel, unter anderem ein steigender Importanteil. Für Kunden und Partner gewinnen integrierte und resiliente Supply-Chain-Lösungen weiter an Bedeutung. Entsprechend will die HGK-Gruppe ihre Organisation darauf ausrichten, Service und Effizienz noch besser zu verbinden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigte die HGK-Gruppe rund 2.700 Mitarbeitende – mit steigender Tendenz.

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