Nach einem gemeinsamen Vergabeverfahren, das durch die Zentrale Vergabestelle der Bezirksregierung Düsseldorf koordiniert wurde, haben Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und die Stadt Frankfurt am Main elf hochmoderne Feuerlöschhilfeleistungsboote der neuesten Generation bei der finnischen Werft Marine Alutech Oy Ab in Auftrag gegeben. Das Gesamtvolumen beträgt mehr als 100 Millionen Euro.
Die neuen Feuerlöschhilfeleistungsboote werden speziell auf die Anforderungen der deutschen Binnenwasserstraßen zugeschnitten. Sie vereinen modernste Technologien für Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Gefahrenabwehr und ermöglichen ein effektives Vorgehen auch bei komplexen Schadenslagen, etwa bei Schiffsbränden, Gefahrgutunfällen oder Großschadensereignissen entlang dicht besiedelter und industriell geprägter Uferbereiche. Damit reagieren die Projektpartner auch auf wachsende Herausforderungen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Güterverkehr auf Rhein und Main nimmt kontinuierlich zu, gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen. Hinzu kommen klimabedingte Extremereignisse, die neue Einsatzlagen mit sich bringen. Die neuen Boote sollen hier eine zukunftsfähige Grundlage für schnelle, koordinierte und leistungsfähige Hilfe auf dem Wasser schaffen.
Das erste sogenannte Pilotboot soll Anfang 2028 ausgeliefert und anschließend über einen längeren Zeitraum im realen Einsatzbetrieb erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Serienfertigung der weiteren Boote ein. Die Auslieferung der zehn weiteren Boote ist ab Ende 2029 vorgesehen und soll bis Mitte 2032 abgeschlossen sein. Von den insgesamt elf Feuerlöschhilfeleistungsbooten entfallen acht auf Nordrhein-Westfalen, zwei auf Rheinland-Pfalz und eines auf die Stadt Frankfurt am Main.