Hafen Rotterdam gibt Routescanner an Royal Dirkzwager ab

28.05.2026 11:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
Übergabe von Routescanner: Vivienne de Leeuw (CFO Port of Rotterdam Authority, links) und Joan Blaas (CEO Royal Dirkzwager) lächeln bei der Bekanntgabe der Übertragung der digitalen Logistikplattform
Übergabe von Routescanner: Vivienne de Leeuw (CFO Port of Rotterdam Authority, links) und Joan Blaas (CEO Royal Dirkzwager) bei der Bekanntgabe der Übertragung der digitalen Logistikplattform. 
© Foto: Marc Nolte

Die Port of Rotterdam Authority trennt sich von Routescanner: Die digitale Plattform zur Planung von Containertransporten wird an den maritimen Datenanbieter Royal Dirkzwager übertragen.

Die Port of Rotterdam Authority überträgt die Plattform Routescanner an Royal Dirkzwager, einen Anbieter maritimer Informations- und Datenlösungen. Mit der Übergabe erhalte Routescanner die Möglichkeit, sich außerhalb der Hafenorganisation als eigenständige Technologieplattform weiterzuentwickeln, so die Unternehmen.

Digitale Plattform für Containertransporte

Routescanner wurde 2017 von der Port of Rotterdam Authority gegründet, um Transparenz und Effizienz im Containertransport zu verbessern. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, multimodale Transportoptionen miteinander zu vergleichen. Dazu zählen Routen, Verkehrsträger, Transportanbieter, Laufzeiten sowie CO₂‑Emissionen.

Teil der Innovationsstrategie des Hafens Rotterdam

Die Übergabe von Routescanner folgt der Innovationsstrategie des Hafens Rotterdam: Die Port of Rotterdam Authority entwickelt digitale Lösungen, um diese anschließend an Marktteilnehmer zu übergeben. Royal Dirkzwager bringe umfassende Erfahrung im Bereich maritimer Datenplattformen mit, unter anderem mit der Lösung Ship2Port.

Vivienne de Leeuw, CFO der Port of Rotterdam Authority, erklärt: „Mit Routescanner haben wir eine wertvolle Plattform aufgebaut, die zu Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette beiträgt. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Routescanner bei Royal Dirkzwager in besten Händen ist, um weiter entwickelt zu werden.“

Kombination mit Ship2Port

Durch die Zusammenführung von Routescanner und Ship2Port entsteht ein ergänzendes Produktangebot: Während Ship2Port Echtzeitdaten zu Schiffsbewegungen, Hafenanläufen und operativer Hafenplanung liefert, ergänze Routescanner diese Informationen um Funktionen zur Planung und Optimierung des Hinterlandtransports, teilen die Unternehmen mit.

Gemeinsam wollen beide Plattformen so einen durchgängigen Überblick über die Lieferkette ermöglichen – von der Ankunft des Schiffes im Hafen bis zum Weitertransport ins Landesinnere.

Bessere Planung entlang der Lieferkette

Die Kombination beider Systeme soll Nutzern zusätzliche Planungssicherheit bieten, damit Anwender Transportabläufe besser vorhersagen, effizienter steuern und nachhaltiger ausrichten können.

Joan Blaas, CEO von Royal Dirkzwager, sagt: „Die Kombination aus Routescanner und Ship2Port ermöglicht es uns, unseren Kunden einen umfassenden Überblick über die Lieferkette zu bieten. Vom Meer bis ins Hinterland können wir besser vorhersagen, planen und optimieren.“

Standort Rotterdam bleibt erhalten

Der operative Betrieb von Routescanner bleibt weiterhin in Rotterdam. Ein Teil der Mitarbeitenden werde im Zuge der Übertragung zu Royal Dirkzwager wechseln. Für Kunden und Partner bleiben die bestehenden Funktionen erhalten. Die Plattform soll unter der Verantwortung von Royal Dirkzwager weiterentwickelt und optimiert werden.


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