Der Transport übergroßer Güter auf der Schiene soll durch eine neue Intermodallösung von TX Logistik, ein Unternehmen der FS Logistix, und der niederländische Van der Vlist vereinfacht werden: Erstmals wurden überdimensionierte Maschinen auf regulären Intermodalzügen zwischen Verona und Rostock befördert.
Reguläre Intermodalzüge statt Sonderzugverkehre
Im Unterschied zu klassischen Sonderzuglösungen nutzt das neue Konzept bestehende, planmäßige Intermodalverbindungen. TX Logistik bedient die Relation zwischen Rostock und Verona aktuell mit acht Umläufen pro Woche.
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"Diese Lösung eröffnet neue Optionen für Kunden, die nach einer flexiblen und zuverlässigen Möglichkeit suchen, übergroße Fracht auf der Schiene zu transportieren. Durch die Kombination der von TX Logistik und FS Logistix entwickelten technischen Lösungen "
Sabrina De Filippis, CEO von FS Logistix. Diese vereinfachen die Planung und gewährleisten gleichzeitig eine hohe Betriebssicherheit auf internationalen Korridoren, so die Geschäftsführerin.
Transport über Verona, Rostock und Skandinavien
Die erste Sendung umfasste zwei Hubarbeitsbühnen, die im Terminal Quadrante Europa in Verona verladen wurden. Nach dem Bahntransport nach Rostock erfolgte der Weitertransport per Fähre nach Trelleborg und anschließend per Lkw nach Mittelschweden.
Patentiertes Bolster‑System für Maschinen und Spezialladungen
Zum Einsatz kommt ein von Van der Vlist neu entwickeltes und patentiertes Bolster‑System, das sich in den bestehenden Piggyback‑Betrieb integrieren lässt. Großformatige Maschinen, die nicht in Container passen, können auf der speziellen Bahnplattform verzurrt und gesichert sicher auf Waggons verladen werden.
"Mit diesem innovativen System haben wir einen weiteren Meilenstein für unsere Bahntransportlösungen erreicht."
- Martin van Dam, Geschäftsführer von Van der Vlist Logistics.
Genehmigung für das große KV‑Profil im P400‑Lichtraum
Eine zentrale Voraussetzung für den Einsatz auf regulären Zügen war die Genehmigung für das große KV‑Profil. In Abstimmung mit der DB InfraGo können nun Ladungen bis 2.990 Millimeter Breite innerhalb des P400‑Lichtraumprofils transportiert werden.
Im Gegensatz zu Sonderzuglösungen gewähre dieser Ansatz eine höhere Zuverlässigkeit: Züge können im Falle von Störungen einfacher umgeleitet werden, ohne dass neue Streckengenehmigungen erforderlich sind, so das Unternehmen.
Ausblick: Schienentransport übergroßer Güter auch in Schweden
In einem nächsten Projektschritt soll der Weitertransport in Schweden ebenfalls auf der Schiene erfolgen. Dafür sollen Züge von TX Logistik AB eingesetzt werden, einem Anbieter für intermodale Schienengüterverkehre im schwedischen Markt. Die technische Machbarkeit dieser Lösung wurde bereits geprüft.