Cargobeamer hat eine neue Verbindung zwischen Lüttich (Belgien) und Domodossola (Italien) in Betrieb genommen. Für den Anbieter intermodaler Lösungen für den Transport von Sattelaufliegern auf der Schiene bedeutet die Erweiterung des Portfolios den Eintritt in den belgischen Markt. Gleichzeitig baut der Intermodaldienstleister sein transalpines Angebot für Sattelauflieger aus, nachdem die Rollende Landstraße zwischen Deutschland und Italien im Dezember 2025 eingestellt worden war.
Die Relation wird zunächst mit drei wöchentlichen Rundläufen betrieben. Im zweiten Quartal soll die Frequenz auf sechs wöchentliche Rundläufe ausgebaut und die Linie weiter ins nördliche Italien verlängert werden. Der neue Service ist für alle gängigen Ladeeinheiten geeignet – darunter kranbare und nicht-kranbare Sattelauflieger, Kühlauflieger, ADR- und Tankauflieger,
Container, Wechselbrücken sowie Spezialeinheiten. Die Traktion auf der neuen Route übernimmt BLS Cargo. Auf belgischer Seite wird das Liège Logistics Intermodal
Terminal genutzt, während die Abwicklung in Italien über das Terminal von DB Cargo Transa/FLS in Domodossola erfolgt. Pro Sendung lassen sich im Vergleich zum Straßentransport per Diesel-Lkw 86 Prozent CO2 einsparen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Eröffnung der Verbindung Lüttich – Domodossola erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den intermodalen Markt in Europa. Aufgrund der Einstellung der Rollenden Landstraße zwischen Deutschland und Italien Ende 2025 ist die verfügbare Kapazität für nicht-kranbare Auflieger im alpenquerenden Verkehr spürbar gesunken. Cargobeamer will mit der neuen Verbindung einen Teil dieser Volumina aufnehmen und diese den skalierbaren, unbegleiteten kombinierten Verkehr überführen. Durch den Aufbau von Lüttich – Domodossola erweitert Cargobeamer sein Angebot auf dem Korridor zwischen
Rhein und Mittelmeer auf drei Verbindungen und über 50 wöchentliche Züge.