Cuxhavens Alte Liebe: NPorts plant barrierefreien Neubau ab 2026

13.02.2026 12:15 Uhr | Lesezeit: 3 min
Niedersachsen Ports  Planungen für einen barrierefreien Teilneubau der Alten Liebe in Cuxhaven
Planungsentwurf für die erneuerte Alte Liebe in Cuxhaven: Der Neubau entsteht höher, barrierefrei und klimafest über der bestehenden Gründung von Niedersachsen Ports.
© Foto: Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG

Niedersachsen Ports bereitet einen barrierefreien Teilneubau der Alten Liebe in Cuxhaven vor. Das Wahrzeichen soll standsicher und langfristig nutzbar werden. Baubeginn ist für Oktober 2026 vorgesehen.

Niedersachsen Ports (NPorts) hat die aktualisierten Entwürfe für einen barrierefreien Teilneubau der Alten Liebe in Cuxhaven vorgestellt. Das Vorhaben sieht vor, das charakteristische Bauwerk über der vorhandenen Gründung vollständig neu zu errichten und dabei statisch sowie klimatisch zukunftssicher auszulegen. Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2026 beginnen.

Historisches Bauwerk mit mehrfachen Anpassungsphasen

Die Alte Liebe ist seit ihrer Entstehung im Jahr 1733 ein prägendes Element am Cuxhavener Hafeneingang. Ursprünglich aus alten, versenkten Schiffsrümpfen gefertigt, wurde sie über die Jahrhunderte wiederholt erneuert und funktional weiterentwickelt – zuletzt 1981, als sie zur zweigeschossigen Aussichtsplattform umgestaltet wurde.

Gutachterliche Untersuchungen aus den Jahren 2021 und 2024 dokumentieren inzwischen erhebliche strukturelle Defizite. Dazu zählen ausgeprägte Rissbildungen sowie korrodierte, freiliegende Bewehrungsteile in tragenden Betonbereichen. Die langfristige Standsicherheit und Nutzbarkeit sind damit deutlich eingeschränkt.

Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, kommentierte: „Die Alte Liebe war nie ein unveränderliches Bauwerk. Seit ihrem Entstehen wurde sie immer wieder technisch und gestalterisch weiterentwickelt. Jede Generation hat die Aussichtsplattform an neue Anforderungen angepasst. Heute stehen wir vor Herausforderungen wie Sicherheit, Klimaanpassung und Barrierefreiheit. Wir nutzen die Chance, der Alten Liebe ein modernes und sicheres Gesicht zu geben“, so Banik.

Neubau wird höher, sicherer und vollständig barrierefrei

Niedersachsen Ports plant, die geschädigten Beton- und Holzelemente zurückzubauen und darüber einen neuen Überbau zu errichten, der die bestehende Stahlwasserbau-Gründung weiterhin nutzt. Die neu geplante Plattform soll rund einen Meter höher liegen, sodass sie auf prognostizierte Sturmflutwasserstände und klimabedingte Veränderungen reagieren kann.

Der Entwurf umfasst zudem ein barrierefreies Zugangskonzept sowie eine offen gestaltete Aufenthaltsfläche, die Besuchern bessere Sichtbeziehungen ermöglichen soll. Ein Wiederaufbau des bisherigen Oberdecks ist aufgrund der vorhandenen statischen Grenzen nicht realisierbar, da zusätzliche Belastungen die Tragfähigkeit der Stahlpfähle übersteigen würden, teilt das Unternehmen mit.

Finanzierung und Genehmigungsstand

Die veranschlagten Gesamtkosten für den Teilneubau betragen etwa fünf Millionen Euro. Die Entwurfsplanung wurde dem Hafenausschuss der Stadt Cuxhaven bereits im November 2025 vorgelegt. Der Aufsichtsrat von Niedersachsen Ports hat die entsprechenden Mittel genehmigt.

HASHTAG


#NPorts

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.schifffahrtundtechnik.de ist das Online-Portal der achtmal jährlich erscheinenden Zeitschrift Schifffahrt und Technik. Schwerpunktthemen sind Schifffahrt und Binnenschifffahrt, Transport und Logistik im Hafen und intermodaler Verkehr zwischen See- und Binnenhäfen. Praxiserfahrene Journalisten recherchieren vor Ort und schreiben Klartext zu Logistik in See- und Binnenhäfen, kombiniertem Verkehr, Reedereien, Güterverkehr und Schwerlastlogistik.