Schleuse Dörpen wieder frei: DEK-Schleusen werden instand gesetzt

02.11.2026 11:11 Uhr | Lesezeit: 3 min
Die Schleuse Dörpen am Küstenkanal bleibt trotz geplanter Bauarbeiten überwiegend für den Schiffsverkehr geöffnet.
Die Schleuse Dörpen am Küstenkanal ist nach der Instandsetzung wieder geöffnet und bietet während der Arbeiten am Dortmund-Ems-Kanal eine alternative Route für die Schifffahrt.
©Foto: WSV

Die Schleuse Dörpen am Küstenkanal ist wieder für die Schifffahrt geöffnet. Ab 2. November werden die Schleusen Meppen und Varloh am Dortmund-Ems-Kanal gleichzeitig instand gesetzt. Für die Binnenschifffahrt steht während der DEK-Sperrung eine alternative Route zur Verfügung.

Der Küstenkanal steht der Schifffahrt wieder zur Verfügung. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee (WSA) hat die Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten an der Schleuse Dörpen am 30. Oktober 2026 planmäßig abgeschlossen, wie das Amt mitteilt.

Neben der elektrotechnischen Grundinstandsetzung von Schleuse und Wehr wurde das Unterhaupt umgebaut und an einer verlagerten Stelle in Betrieb genommen. Durch ein neues Stemmtorpaar und einen neuen Antrieb verlängert sich die nutzbare Schleusenkammer um elf Meter auf 113 Meter.

Hermann Poppen, Leiter des WSA Ems-Nordsee: „Dass wir die Maßnahme wie vorgesehen abschließen konnten, war in diesem Fall besonders wichtig. Denn auf dem Dortmund-Ems-Kanal schließen sich zwei weitere Schleuseninstandsetzungen an, die sich nicht verschieben lassen. Dass wir der Schifffahrt während der Sperrung des DEK eine alternative Route über den Mittellandkanal, die Weser und den wieder freigegebenen Küstenkanal bereitstellen können, hatte für uns oberste Priorität.“

Dortmund-Ems-Kanal: Arbeiten in Meppen und Varloh starten

Am 2. November 2026 beginnen die geplanten Arbeiten an den Schleusen Meppen und Varloh am Dortmund-Ems-Kanal (DEK). Beide Schleusen werden parallel instand gesetzt, um die Gesamtdauer der Einschränkungen für die Schifffahrt möglichst gering zu halten.

Untersuchungen haben insbesondere an der Schleuse Meppen einen technischen Zustand ergeben, der eine schnelle Erneuerung wichtiger Verschleißteile erforderlich macht.

Hermann Poppen, Leiter des WSA Ems-Nordsee, sagt: „Mit dem planmäßigen Austausch der Ketten des Hubsenktores kommen wir einem unplanmäßigen Ausfall der Anlage zuvor. Koordiniert und zügig setzen wir die Schleuse Meppen wieder instand, damit sie der Schifffahrt wieder sicher und zuverlässig zur Verfügung steht.“

Schleuse Meppen: Ketten, Achsen und Zahnräder werden erneuert

An der Schleuse Meppen werden während der geplanten Sperrung die Ketten des Hubsenktores einschließlich Achsen und Zahnräder erneuert. Zusätzlich führt das WSA weitere sicherheitsrelevante Instandsetzungsarbeiten durch.

Mit dem geplanten Austausch soll einem unplanmäßigen Ausfall der Schleusenanlage vorgebeugt werden.

Schleuse Varloh: Arbeiten an Schleusentoren und Oberhaupt

An der Schleuse Varloh stehen ebenfalls umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an. Unter anderem werden die Schütze am Oberhaupt ausgetauscht und die Unterwagen der Schleusentore umfassend erneuert.

Niedrigwasser am Rhein erhöht Bedeutung des Dortmund-Ems-Kanals

Die Arbeiten fallen in eine für die Binnenschifffahrt wichtige Phase, wie das WSV anmerkt: Wegen der Niedrigwassersituation am Rhein dient das deutsche Kanalnetz derzeit als wichtige Ausweichroute. Insbesondere auf dem Dortmund-Ems-Kanal zeigt sich dies durch ein erhöhtes Schiffsaufkommen. Deshalb waren geplante Baumaßnahmen im westdeutschen Kanalnetz zuvor angepasst worden.

Thomas Rosenstein, Leiter der Abteilung Management der Wasserstraßen in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: "Wir sind uns der schwierigen Situation insbesondere am Rhein bewusst und setzen alles daran, die Sperrzeit so kurz wie möglich zu halten, um schnellstmöglich den Betrieb am DEK wieder aufnehmen zu können, um die Versorgungssicherheit im Ruhrgebiet nicht zu gefährden".

Welche Umleitungsroute steht der Schifffahrt zur Verfügung?

Während der Sperrung des Dortmund-Ems-Kanals steht der Schifffahrt eine alternative Route über den Mittellandkanal, die Weser und den wieder freigegebenen Küstenkanal zur Verfügung. Voraussetzung dafür war der planmäßige Abschluss der Arbeiten an der Schleuse Dörpen.


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