Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) baut auf der Schleuseninsel Rothensee in Magdeburg eine neue Leit- und Revierzentrale. Mit der Grundsteinlegung hat am 29. September offiziell der Bau des Projekts begonnen. Bauherr ist das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg. Von der neuen Leit- und Revierzentrale aus werden zukünftig 30 Schleusenkammern, 16 bewegliche Wehranlagen, vier Pumpwerke sowie eine Hochwasserentlastungsanlage an den Bundeswasserstraßen Saale, Mittellandkanal, Elbe-Havel-Kanal, Untere Havelwasserstraße und dem Wasserstraßenkreuz Magdeburg gesteuert. Betreiber der neuen Leit- und Revierzentrale wird das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe (WSA Elbe) sein. Der Bund investiert rund 20 Millionen Euro in das Projekt.
Neue Zentrale bündelt Information, Steuerung und Alarmdienste
Durch die Integration der Revierzentrale Magdeburg werden auch der nautische Informationsdienst, die Wasserbewirtschaftung sowie Warn- und Alarmdienste besser koordiniert, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Konzentration der Aufgaben an einem Standort verkürze Kommunikationswege und optimiere die Planung von Wartungs- und Unterhaltungsmaßnahmen. Zudem werde die neue Zentrale nach den aktuellen Anforderungen an Barrierefreiheit und Arbeitssicherheit errichtet und bietet zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der WSV.
Neubau soll Reaktionszeiten verkürzen
„Mit dem Neubau werden die Aufgaben mehrerer bereits bestehender Leitzentralen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Spree-Havel und Elbe sowie der Revier- und Betriebszentrale Rothensee an einem Standort gebündelt. Durch den Einsatz einer modernen Automatisierungs- und Fernbedienungstechnik schaffen wir effizientere Betriebsabläufe, kürzere Reaktionszeiten und eine Optimierung der verfügbaren Servicezeiten“, sagte Doris Michaela Wasmeier, Abteilung Grundlagen und Technik Wasserstraßen – Hochbau und überregionaler Betrieb, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt.
„Mit der Grundsteinlegung beginnt jetzt die Bauphase des Projekts. Die WSV setzt dabei auf die bewährte und enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, Unternehmen und weiteren Partnern vor Ort. Die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau haben bereits begonnen“, ergänzte Hubert Stratmann, Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes Magdeburg.
Projektpartner
Der Auftrag wurde im Oktober 2025 an die Firma Goldbeck Public Partner erteilt. Neben Planung und Bau ist der Auftragnehmer auch in den nächsten 25 Jahren für die Objektbetreuung (Facility-Management) verantwortlich. Bei der Erstellung der funktionalen Leistungsbeschreibung und der Betreuung des Verhandlungsverfahren (mit Teilnahmewettbewerb) wurde das WNA Magdeburg von der PD - Berater der öffentlichen Hand unterstützt.