Die neuen Lotsenversetzschiffe ersetzen laut Holger Feldmann, Leiter des Dezernats Seelotswesen bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), ihre Vorgängerschiffe „Döse“ und „Duhnen“ und werden durch den Lotsbetriebsverein e.V. für das Versetzen von Lotsen im Bereich der Elbmündung bis hinaus in die Nähe von Helgoland eingesetzt.
Die Bezeichnung Swath steht für „Small-Waterplane-Area-Twin-Hull“-Schiff. Mit zwei torpedoförmigen Unterwasserrümpfen ist es in der Lage, das auftriebsgebende Volumen der Schiffe deutlich unter der Wasserlinie zu konzentrieren. Die Angriffsfläche für Wellen auf Höhe der Wasserlinie des Schiffes ist reduziert. Die spezielle Konstruktion sorgt für ein stabiles und ruhiges Fahrverhalten, was den Lotsinnen und Lotsen jeweils eine ideale Arbeitsplattform beim Übersteigen auf große Schiffe während der Fahrt und bei widrigen Seegangbedingungen gibt.
„Die hier entstehenden Neubauten werden zu den modernsten ihrer Art gehören“, betont Michael Heidbrink, Leiter der Fachstelle Maschinenwesen Nord. „Sie sind nicht nur aufgrund ihrer Bauart besonders fahrstabil, sondern werden zudem mit modernster, digitaler Technik leistungsfähig und krisenfest ausgestattet sein.“
Die Neubauten dienen dem Lotsenversetzdienst aufgrund ihrer modernen Ausstattung als Einsatzplattformen für Verkehrsbeobachtung und -Management. Beides kann auch im Fall von Störungen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Satelliteninfrastruktur, aufrechterhalten werden.
Den Auftrag der beiden Schiffe erhielt die Bauwerft Abeking und Rasmussen im November 2025. Die Auslieferung zum Einsatzort Cuxhaven ist bis Ende 2027 geplant.