Im Edersee herrscht wegen der anhaltenden Trockenheit wieder Niedrigwasser. Der größte Stausee Hessens ist inzwischen nur noch zu knapp 20 Prozent gefüllt. Die Edertalsperre kann mit ihrer 48 Meter hohen Staumauer 200 Millionen Kubikmeter Wasser stauen. Zuletzt waren es nur noch gut 39 Millionen Kubikmeter. Das hat Folgen für den Tourismus und die Schifffahrt.
Das Wasser des Edersees wird zur Regulierung der Weser und des Mittellandkanals genutzt. Dazu werden üblicherweise 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgegeben. Fällt der Pegelstand – wie derzeit – unter die Marke von 40 Millionen Kubikmeter, wird die Mindestabgabemenge auf sechs Kubikmeter pro Sekunde gedrosselt.
Abgabe bereits vor Tagen auf Mindestmenge gedrosselt
Das für die Bewirtschaftung der Edertalsperre zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA) reduzierte die Abgabe aus der Talsperre bereits vor einigen Tagen auf das Mindestmaß. Das sorgt für sinkende Wasserstände an der Oberweser und für Einschränkungen in der Güter- und Fahrgastschifffahrt. Zudem leidet der Tourismus am Edersee unter dem geringen Wasserstand. Der Regionalverband Eder-Diemel (RVED), eine Interessenvertretung von Kommunen, Wassersportlern, Hoteliers und Gastronomen, beklagte hohe Einbußen.
Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. „Sofern sich die Wetterbedingungen nicht maßgeblich ändern, wird diese unglückliche Situation eine Weile stabil bleiben“, prognostizierte das WSA.
Tourismusinformation
Bei niedrigem Wasserstand des Edersees können Gäste die Reste der alten Dörfer bestaunen und über den Seegrund wandern. Die Region Edersee bietet zudem viele weitere Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Radfahren, Wandern oder ein Besuch der zahlreichen Freizeitbetriebe. Die Natur rund um den See mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee und Unesco-Weltnaturerbe lädt das ganze Jahr zum Entdecken sein.
Weitere Informationen: https://www.edersee.com/entdecke-die-region/edersee-atlantis