Die Projektergebnisse bieten den deutschen Binnenhäfen damit erstmals ein fundiertes Kompendium, aus dem Anpassungsmaßnahmen – etwa in den Bereichen Investitionen, Aus- und Weiterbildung sowie Geschäftsmodellinnovationen – abgeleitet werden können. Der BÖB hatte gemeinsam mit dem Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) über zwei Jahre (01/2024 bis 03/2026) diese Herausforderungen erstmals systematisch analysiert.
Die Kernergebnisse des Projekts im Überblick
- Zusammenführung aller Ergebnisse in einem praxisnahen Nachschlagewerk, das Binnenhäfen als strategische Entscheidungsgrundlage dient.
- Systematische Erfassung aller durch die Schiffsautomatisierung betroffenen Bereiche an Land – von der Hafentechnologie über logistische Schnittstellen bis hin zu operativen Abläufen.
- Konkrete Hilfestellungen für Hafenbetreiber, um notwendige Anpassungen bei Infrastrukturinvestitionen sowie in der Aus- und Weiterbildung frühzeitig zu planen.
- Rechtsgutachten zu regulativen Handlungsempfehlungen
„Die automatisierte Binnenschifffahrt wird den Gütertransport auf unseren Wasserstraßen grundlegend verändern“, so BÖB-Geschäftsführer Marcel Lohbeck. „Damit diese Innovationen greifen, müssen die Häfen als Schnittstelle an Land optimal vorbereitet sein. Das Projekt RAIN leistet hier Pionierarbeit in Form von Grundlagenforschung und gibt unseren Binnenhäfen erste wissenschaftlich fundierte Werkzeuge und Handlungsempfehlungen, um diesen Wandel aktiv zu gestalten und ihre Zukunftsfähigkeit als moderne Logistikdrehscheiben zu sichern.“
Das Kompendium der Ergebnisse und einen Projektüberblick finden Sie hier: https://www.binnenhafen.de/rain-projekt/
Das Forschungsprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 981.437 Euro wurde im Rahmen der Förderinitiative „Innovative Hafentechnologien II“ (IHATEC II) mit einem Förderanteil von 84 Prozent durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstützt.