Duisport setzt KI im Hafenbetrieb ein

30.07.2026 10:15 Uhr | Lesezeit: 2 min
Duisburger Hafen, Ruhrort Hafenbecken
Duisport arbeitet mit Nenna.AI zusammen, um den Einsatz künstlicher Intelligenz sicher und datenschutzkonform zu gestalten.
© Foto: Duisport

Duisport und Nenna.AI wollen KI im Hafen sicher, datenschutzkonform und abteilungsübergreifend einsetzen – als Vorbild für die Logistik.

Ziel der strategischen Partnerschaft zwischen Duisport und dem Berliner Unternehmen Nenna.AI ist es laut Pressemitteilung, künstliche Intelligenz im Duisburger Hafen flächendeckend, abteilungsübergreifend und datenschutzkonform einzusetzen. Damit will Duisport seine digitale Souveränität stärken und zugleich Effizienz und Sicherheit seiner logistischen Prozesse erhöhen. Zudem soll die Zusammenarbeit des Hafens mit Nenna.AI ein Modell für die sichere und verantwortungsvolle Anwendung von KI in der Logistik schaffen. Beide Partner sind überzeugt, dass die Kooperation auch anderen Infrastrukturbetreibern im DACH-Raum als Vorbild dienen kann.

Prinzip „Souveränität statt Abhängigkeit“

„Als größter Binnenhafen der Welt steht Duisport vor besonderen Anforderungen: Von Frachtpapieren über zollrelevante Dokumente bis zu Betriebsdaten der Hafeninfrastruktur verarbeitet das Unternehmen täglich hochsensible Daten. KI bietet uns dabei enormes Potenzial“, sagt Felix Musolf, Abteilungsleiter „Digitalization & AI“ bei Duisport. Dieses Potenzial lasse sich jedoch nur heben, wenn Datenschutz, Compliance und Datensicherheit jederzeit gewährleistet seien. Duisport habe sich daher bewusst gegen eine Eigenentwicklung und gegen die Abhängigkeit von einem einzelnen Modell entschieden. „Mit Nenna.AI setzen wir auf das Prinzip ,Souveränität statt Abhängigkeit‘“, so Musolf. Er betont, dass Duisport künftig einen differenzierten Ansatz verfolge und verschiedene KI-Produkte für verschiedene Zielgruppen kombiniere. „Mit Nenna Chat haben wir die Möglichkeit, sensible Logistikdokumente wie Frachtpapiere und Verträge sicher zu analysieren und zu verarbeiten“, erklärt Musolf. Mitarbeitende nutzen demnach führende KI-Modelle über das Tool, ohne dass sensible Informationen in KI-Modelle gelangen.

Zudem sei Automatisierung ein wichtiges Thema der Zusammenarbeit. Musolf: „Wir beschäftigen uns konkret und unter anderem mit KI-gestützten Automatisierungen, um Verarbeitungsprozesse zu optimieren. So wird derzeit beispielsweise die Integration von Nenna.AI in Zollprozesse erprobt, um die Verarbeitung von Dokumenten schneller zu machen und Abweichungen bei Daten besser zu erkennen. Unser Ziel ist dabei, die Zollabfertigung eines Zuges um ein Vielfaches zu beschleunigen.“

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