Die Stadtwerke Konstanz wollen die Fähre Tábor auf einen vollständig batterieelektrischen Antrieb umrüsten. Dafür haben sie im Bundesprogramm „Grüne Binnenschifffahrt“ einen Förderantrag eingereicht. Das rund zwölf Millionen Euro umfassende Projekt beinhaltet auch die Lade- und Energieinfrastruktur in Konstanz-Staad. Die Tábor erbringt fast ein Drittel der Verkehrsleistung auf der Fährverbindung Konstanz–Meersburg. Ihre Elektrifizierung könnte den Dieselverbrauch der Flotte deutlich senken, heißt es in einer Pressemitteilung.
Förderentscheidung steht noch aus
Beantragt ist eine Förderung von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Eine Bewilligung liegt noch nicht vor. Erst nach dem Förderentscheid und weiteren erforderlichen Beschlüssen können die Stadtwerke über die Umsetzung entscheiden.
Nachladen während des Hafenaufenthalts
Geplant sind Batterien mit rund 3,6 Megawattstunden Speicherkapazität, eine neue elektrische Energieverteilung und technische Anpassungen an Bord. Eine Schnellladeanlage in Konstanz-Staad soll das Nachladen während des Be- und Entladens innerhalb weniger Minuten ermöglichen. Zusätzlich ist eine Ladeeinrichtung am Nachtliegeplatz vorgesehen. Ein stationärer Batteriespeicher an Land soll die begrenzte Netzanschlussleistung ausgleichen.
Die seit 2004 eingesetzte Fähre soll zugleich umfassend modernisiert werden. Die Voith-Schneider-Propeller bleiben erhalten, während Batterien die bisher zur Stromerzeugung genutzten Dieselmotoren im regulären Betrieb ersetzen sollen.