Das Bundesverkehrsministerium (BMV) treibt die Digitalisierung des Schienengüterverkehrs voran und startet die nächste Förderstufe für die Digitale Automatische Kupplung (DAK). Mit dem neuen Programm PioDAK stellt der Bund rund 36 Millionen Euro für die Ausrüstung von Pionierzügen, Forschungsprojekte und Studien bereit.
Die Umsetzung der Förderung übernimmt das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM).
DAK soll Schienengüterverkehr modernisieren
Die Digitale Automatische Kupplung gilt als Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Schienengüterverkehrs. Sie automatisiert das Verbinden von Güterwagen und ermöglicht zusätzlich die digitale Übertragung von Daten entlang des Zugverbandes.
Dadurch sollen Prozesse beschleunigt, die Sicherheit erhöht und körperlich belastende Arbeiten reduziert werden. Gleichzeitig verspricht die Technologie Effizienzgewinne im Betrieb.
Pionierzüge gehen in den Realbetrieb
Mit dem neuen Förderprogramm soll die DAK erstmals in größerem Umfang unter realen Einsatzbedingungen getestet werden. Gefördert werden insbesondere die Aus- und Umrüstung sogenannter Pionierzüge auf die neue Kupplungstechnik.
Darüber hinaus unterstützt das Programm Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Studien zu wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fragestellungen rund um die Einführung der DAK.
Drei Förderbereiche vorgesehen
Das Förderprogramm umfasst drei zentrale Handlungsfelder:
- Ausrüstung und Erprobung von Pionierzügen mit DAK-Technologie
- Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Weiterentwicklung der Systeme
- Studien zu Nutzen, Risiken, Kosten, Ressourcenbedarf und möglichen Umsetzungsstrategien
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für eine spätere europaweite Einführung dienen.
Bund sieht wichtigen Schritt für die Schiene
Nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums hat die DAK inzwischen einen Entwicklungsstand erreicht, der einen großflächigen Praxiseinsatz ermöglicht. Mit dem Förderprogramm sollen nun belastbare Erfahrungen aus dem Regelbetrieb gesammelt werden.
Die Ergebnisse sollen dabei helfen, die wirtschaftlichen und technischen Auswirkungen der Technologie fundiert zu bewerten und die Grundlage für eine mögliche europaweite Einführung zu schaffen.