Schienenverkehr: Finanzierung über 2,5 Milliarden Euro zugesagt

30.01.2026 08:06 Uhr | Lesezeit: 3 min
Patrick Schnieder Bundesverkehrsminister
Bundesminister Patrick Schnieder: „Investieren weiter kräftig in die Modernisierung und den Ausbau der Schiene."
© Foto: BMV/Tobias Koch

Der Bund hat grünes Licht für die Finanzierung von Schienenprojekten in Milliardenhöhe gegeben, darunter der Pfaffensteigtunnel im Raum Stuttgart.

Die Bundesregierung will weiterhin in die Modernisierung und den Ausbau der Schiene investieren und hat Finanzierungsvereinbarungen über 2,5 Milliarden (Mrd.) Euro übergeben. Vorgestellt wurden die Pläne am Donnerstag von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO sowie Vertretern aus Parlament und Ländern.

1,7 Mrd. Euro für Pfaffensteigtunnel

Ein Großer Teil der Gelder ist demnach für den so genannten Pfaffensteigtunnel im Raum Stuttgart vorgesehen. Der Tunnel ist Teil des Ausbaus Stuttgart – Singen – Grenze D/CH (Gäubahn). Für das Tunnelprojekt stehen im Bundeshaushalt mit der Finanzierungsvereinbarung rund 1,7 Mrd. Euro bereit. Der Pfaffensteigtunnel werde künftig die Gäubahn im Bereich Böblingen-Goldberg unmittelbar mit dem Flughafen-Fernbahnhof verbinden, erläuterte Verkehrsminister Schnieder. Die Fahrzeit auf diesem Abschnitt reduziere sich dann von derzeit etwa 22 Minuten auf rund sieben Minuten.

Weitere Schienenprojekte mit Finanzierungsvereinbarungen:

  • Lärmschutzmaßnahmen am östlichen Berliner Außenring (65 Mio. Euro)
  • Ausbau und Modernisierung der Strecke zwischen Zwickau-Mosel und Lichtentanne und technische Ertüchtigung des Zwickauer Hauptbahnhofs (200 Mio. Euro)
  • Ausbau von Strecken und Bahnhöfen in den ehemaligen Kohlerevieren Ostdeutschlands (339 Millionen Euro)
  • Elektrifizierung der Strecke zwischen Gerstungen und Heimboldshausen: Die Strecke schließt das Werk Werra, die Kalihalden Heringen und den größten Kalistandort der K+S GmbH in Philippsthal an das Netz der DB AG an. Neben den Kali-Produktionsstätten befindet sich am Standort Philippsthal auch das Werra-Kombi-Terminal

Projekte sollen zeitnah die Baureife erlangen

Bundesminister Patrick Schnieder betonte: „Neben der Sanierung des Netzes, die absolute Priorität genießt, dürfen wir den Aus- und Neubau nicht vernachlässigen. Umso wichtiger ist es, heute die richtigen Weichen für die Mobilitätsbedürfnisse von morgen zu stellen.“ Viele Projekte würden zeitnah die Baureife erlangen.

„Ich freue mich sehr, dass der Bund neben den Rekordsummen für die Sanierung und Modernisierung des Bestandsnetzes auch die Finanzierung wichtiger Neu- und Ausbauprojekte sicherstellt“, ergänzt DB InfraGO-Chef Philipp Nagl. So könnten Reisende, Anwohner und Transporteure auf der Schiene von neuen Anlagen, mehr Lärmschutz und mehr Kapazität profitieren. 

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