Bilger stärkt Schienengüterverkehr mit Millionenpaket

28.08.2026 14:16 Uhr | Lesezeit: 3 min
Steffen Bilger, bislang Erster Parlamentarischer Geschaeftsfuehrer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, posiert fuer ein Foto in Berlin
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger erhöht die Förderung des Einzelwagenverkehrs um bis zu 84 Millionen Euro. Ziel ist es, Gütertransporte auf der Schiene zu stärken
© Foto: Florian Gaertner / photothek.de / picture alliance

Die Bundesregierung erhöht die Förderung des Einzelwagenverkehrs um bis zu 84 Millionen Euro und stärkt damit den Schienengüterverkehr.

Die Bundesregierung stellt zusätzliche Mittel für den Einzelwagenverkehr im Schienengüterverkehr bereit. Das Bundesverkehrsministerium und das Bundesfinanzministerium haben die bestehende Förderrichtlinie um bis zu 84 Millionen Euro aufgestockt. Damit können im Jahr 2026 insgesamt bis zu 384 Millionen Euro für die Unterstützung des Einzelwagenverkehrs zur Verfügung stehen.

Die zusätzlichen Mittel sollen Eisenbahnverkehrsunternehmen entlasten und den Transport einzelner Güterwagen auf der Schiene wirtschaftlich absichern.

Wichtiger Baustein für die Industrie

Der Einzelwagenverkehr gilt als zentraler Bestandteil des deutschen Schienengüterverkehrs. Anders als bei Ganzzügen werden einzelne Wagen verschiedener Kunden gesammelt, rangiert und zu neuen Zugverbänden zusammengestellt.

Dadurch können auch Unternehmen mit geringeren Transportmengen an das Schienennetz angebunden werden. Besonders für Branchen wie die Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie ist dieses System von großer Bedeutung.

Förderung soll Verkehrsverlagerung unterstützen

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums soll die Aufstockung dazu beitragen, zusätzliche Gütertransporte auf die Schiene zu verlagern und bestehende Verkehre langfristig zu sichern.

Die Förderung steht Eisenbahnverkehrsunternehmen sowohl auf dem bundeseigenen als auch auf dem nicht bundeseigenen Schienennetz offen und ist wettbewerbsorientiert ausgestaltet.

Hoher Aufwand im Betrieb

Der Einzelwagenverkehr gilt als besonders aufwendig und kostenintensiv, da einzelne Waggons in Rangierbahnhöfen zusammengestellt und verteilt werden müssen. Gleichzeitig erfüllt er wichtige Netzwerkfunktionen und erschließt zahlreiche Standorte abseits großer Güterverkehrskorridore.

Nach Angaben des Ministeriums werden bundesweit mehr als 2.000 Güterverkehrsstellen über den Einzelwagenverkehr bedient.


Schiene soll wettbewerbsfähiger werden

Mit einem Anteil von rund 18 Prozent am gesamten Schienengüterverkehr übernimmt der Einzelwagenverkehr eine wichtige Rolle für die Versorgung von Industrie- und Wirtschaftsstandorten.

Die Bundesregierung sieht die zusätzliche Förderung deshalb als Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs sowie zur Stärkung klimafreundlicher Transportketten.



Zusätzliche Mittel sollen schnell wirksam werden

Das Bundesverkehrsministerium kündigte an, die weiteren Umsetzungsschritte zügig voranzutreiben, damit die zusätzlichen Fördermittel schnell am Markt ankommen können.

Die Maßnahme reiht sich in die Bemühungen ein, den Schienengüterverkehr auszubauen und mehr Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

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