Als Fährhafen für den Verkehr zwischen der DDR und der Sowjetunion eröffnet, hat sich der Mukran Port in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem vielseitigen Industrie-, Energie- und Logistikstandort entwickelt. Auf rund 430 Hektar vereint der Hafen heute Fähr-, Eisenbahn-, Multipurpose- und Offshore-Terminals und bietet ideale Voraussetzungen für industrielle Wertschöpfung, Logistik und die Umsetzung neuer Projekte. „40 Jahre Mukran Port stehen für Wandel, Entwicklung und die Fähigkeit, neue Chancen zu nutzen. Aus einem Standort, der ursprünglich für den Fährverkehr konzipiert wurde, ist ein moderner Industrie-, Energie- und Logistikstandort entstanden. Diese Entwicklung ist das Ergebnis des Engagements vieler Menschen und Unternehmen, die den Standort über Jahrzehnte geprägt haben“, blickt Henry Forster, Geschäftsführer des Mukran Port, zurück.
Das Jubiläum wurde bewusst gemeinsam mit den Menschen begangen, die mit dem Mukran Port verbunden sind. Am Samstag richtete sich die Veranstaltung im Alten Kühlhaus an Kunden, Geschäftspartner und weitere Wegbegleiter des Hafens. Am Sonntag stand die Belegschaft im Mittelpunkt. Beide Tage wurden mit einem gemeinsamen Besuch des SailGP in Sassnitz verbunden.
Vom Hafen zur Energie- und Logistikdrehscheibe
In den vergangenen Jahren hat sich der Mukran Port als wichtiger Standort für die Offshore-Windindustrie etabliert. Mit seinen Flächen, Kaianlagen und logistischen Kapazitäten bietet der Hafen optimale Voraussetzungen für großvolumige Energie- und Industrieprojekte. Gleichzeitig gewinnt die leistungsfähige Bahninfrastruktur für nationale und internationale Güterverkehre zunehmend an Bedeutung.
Mit dieser Entwicklung hat sich auch die Funktion des Standorts gewandelt. Der Mukran Port ist heute weit mehr als ein Fähr- und Hafenstandort: Er ist Teil komplexer Industrie-, Energie- und Logistikketten und bietet Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen die passende Infrastruktur für ihre Projekte.
Ausblick auf die kommenden Jahrzehne
Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung stehen die weitere Entwicklung der Industrie- und Logistikflächen, der Ausbau multimodaler Verkehrsangebote und die Rolle des Standorts bei der Transformation der Energieversorgung. Mit seiner Lage an der Ostsee, seiner Bahninfrastruktur, den unterschiedlichen Terminalbereichen und den verfügbaren Flächen verfügt der Mukran Port über Voraussetzungen, um auch künftig neue Geschäftsfelder und industrielle Wertschöpfung am Standort zu ermöglichen.
„Die nächsten 40 Jahre werden nicht weniger dynamisch als die vergangenen. Energie- und Mobilitätswende, neue Handelsströme und veränderte industrielle Wertschöpfung stellen auch Häfen vor neue Aufgaben. Wir wollen den Mukran Port so weiterentwickeln, dass wir auf diese Veränderungen nicht nur reagieren, sondern neue Entwicklungen aktiv mitgestalten können. Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden, jetzt geht es darum, sie konsequent zu nutzen“, sagt Forster.