Bauauftrag für Schleuse Erlangen erteilt

26.05.2026 09:19 Uhr | Lesezeit: 2 min
Schleuse Erlangen
Während der Bauzeit bleibt der Main-Donau-Kanal uneingeschränkt in Betrieb.
© Foto: Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA)

Am Main-Donau-Kanal entsteht mit dem Ersatzneubau der Schleuse Erlangen bis 2033 ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Zukunft der Binnenschifffahrt.

Am Main-Donau-Kanal soll mit den Arbeiten an den Schleusen Kriegenbrunn und Erlangen ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der Wasserstraße gesetzt werden. Aufgrund des baulichen Zustands ist eine Instandsetzung beziehungsweise Sanierung der Schleuse Erlangen, die Anfang der 1970er Jahre in Betrieb genommen wurde, technisch nicht möglich, sodass ein Ersatzneubau erforderlich ist. Der Neubau entsteht rund 300 Meter nördlich bestehenden Anlage und wird in Massivbauweise ausgeführt.

Für die Umsetzung hat das Wasserstraßen-Neubauamts Aschaffenburg (WNA) Strabag im Verbund mit der Konzerngesellschaft Züblin beauftrag, die in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Bauer Spezialtiefbau den Ersatzneubau durchführen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 380 Millionen Euro. Für die ARGE ist es nach dem wenige Kilometer entfernten Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn das zweite Schleusenprojekt in der Region.

Errichtung eines kompletten Schleusenkomplexes

Ein besonderes Augenmerk liegt laut Pressemitteilung von Strabag auf einem Bau mit möglichst wenigen Fugen, um die Langlebigkeit der Schleuse zu erhöhen. Die neue Schleusenkammer wird mit einer Breite von 12,50 Metern – eine Erweiterung um einen halben Meter – sowie einer Länge von 190 Metern errichtet.

Das Projekt umfasst die Errichtung eines kompletten Schleusenkomplexes, bestehend aus Einlaufbauwerk, Oberhaupt, Schleusenkammer, Auslaufbauwerk, seitlich angeordneten Sparbecken sowie einem Leerschuss zur Wasserbewirtschaftung des Main-Donau-Kanals. Der Leerschuss ermöglicht es, Wasser zur Wasserbewirtschaftung des Main-Donau-Kanals parallel an der Schleuse vorbeizuleiten. Darüber hinaus sorgt die ökologische Planung der Sparbecken dafür, dass bei jedem Schleusungsvorgang rund 60 Prozent Wasser eingespart wird.

Während der Bauzeit, die sich bis 2033 erstreckt, bleibt der Main-Donau-Kanal uneingeschränkt in Betrieb. Erst nach Fertigstellung des Ersatzneubaus wird die alte Anlage durch die bestehende Schleuse ersetzt. Damit wird die wichtige Verkehrsader für die Binnenschifffahrt durchgehend aufrechterhalten.

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