Eine der größten Modernisierungsmaßnahmen und Grundsanierungen an der Main-Donau-Wasserstraße wurde in einem offenen Bieterverfahren an eine Arbeitsgemeinschaft (Arge) bestehend aus den Bauunternehmen Porr, Habau und Felbermayr vergeben. Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg sollen die drei Unternehmen in einem Zeitraum von 13 Jahren beide bestehenden Schleusenkammern nacheinander generalinstandsetzen, beginnend mit der Südschleuse. Der Verkehr soll während der sechsjährigen Umbauarbeiten der Südschleuse über die Nordschleuse geführt und umgekehrt.
Die bestehenden Bauwerke werden dabei bis auf die Grundsohle zurückgebaut und vollständig neu errichtet. Neben dem Neubau der Schleusenkammern nach aktuellen technischen Standards umfasst das Projekt die Installation moderner Schleusentortechnik mit neuen Stemmtoren, hydraulischen Antrieben sowie zeitgemäßer Steuerungs-, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik. Ziel ist es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, die Anlage an heutige Anforderungen der Binnenschifffahrt anzupassen und ihre Funktionsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen. Jede Schleuse wird im Endausbau etwa 335 Meter lang und 24 Meter breit sein. Bei der Errichtung kommt eine Vielzahl von Maßnahmen zum Einsatz, von Abbruch- und Erdbauarbeiten bis zu Betonbau, Leitungsbau und Stahlwasserbau. Bis zu 100 Mitarbeiter werden auf der Baustelle tätig sein.
Porr, Habau und Felbermayr ergänzen sich in der Arge mit besonderen Stärken, heißt es in einer Pressemitteilung. So sind insbesondere die Spezialtiefbaukenntnisse, Ingenieur- und Erdbauleistungen der Porr gefordert, Habau bringt ebenfalls besondere Ingenieur- und Erdbauexpertise ein und Felbermayr trägt Hebetechnik und langjährige Erfahrung im Wasserbau bei.