Nordseehäfen haben Containerfreigabe vollständig digitalisiert

12.05.2026 14:59 Uhr | Lesezeit: 2 min
Digitale Freistellung über German Ports
Alle Nordseehäfen in Deutschland arbeiten mit der digitalen Freistellung über German Ports.
© Foto: HHLA

Nach einem Jahr haben die Softwaredienstleister Dakosy und DBH das Großprojekt zur hafenübergreifenden Digitalisierung der Containerfreistellung (Secure Release Order) über die IT-Plattform German Ports erfolgreich abgeschlossen.

Die Softwareunternehmen Dakosy und DBH haben die hafenübergreifende Digitalisierung der Containerfreistellung über die IT-Plattform German Ports abgeschlossen. Innerhalb eines Jahres wurde das Projekt vom Anschluss des ersten Teilnehmers bis zur vollständigen Integration aller beteiligten Akteure umgesetzt. Mit dem digitalen Freistellungsprozess ist erstmalig hafenübergreifend ein einheitlicher Standard für die deutschen Nordseehäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven etabliert worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zu den Nutzern gehören die Containerterminals, Reedereien sowie die involvierten Speditionen und Transportunternehmen.

Den verbindlich rechtlichen Rahmen für den digitalen Containerfreigabeprozess bildet in Hamburg und Bremen eine Änderung des Hafensicherheitsgesetzes, die zum Oktober 2025 in Kraft trat. Mit dem hafenübergreifend geltenden einheitlichen Standard wollen die Nordseehäfen dem Drogenschmuggel geschlossen entgegen wirken und durch den gezielten Einsatz der Digitalisierung ein Einfallstor für Missbrauch und Datenlecks minimieren. Daneben wurden laut Pressemitteilung durch den einheitlichen digitalen Standard in den Nordseehäfen die Transparenz und Effizienz im Containerumschlag spürbar erhöht. Die Rückmeldungen aus der Branche zeigen die operativen Vorteile des Services von German Ports. Dazu zählen eine schnellere Warenverfügbarkeit, transparentere Abläufe, höhere Planungssicherheit sowie weniger Rückfragen durch die verbesserte Datenqualität.

Der lückenlose digitale Freistellungsprozess ersetzt das vormals genutzte PIN-basierte Verfahren vollständig. Die Basis bildet das digitale Recht zur Abholung. Dieses wird in einem gesicherten und modernen Rollen- und Berechtigungsmanagement von einem Beteiligten an den nächsten innerhalb der Transportkette weitergegeben. In einem stufenweisen Change-Prozess, der sich über sechs Monate erstreckte, wurden alle involvierten Unternehmen verpflichtend angebunden und der neue Prozess als Standard etabliert. Davon zeugen bereits über 700.000 digitale Freistellungen in diesem Jahr über alle Häfen. 

HASHTAG


#Container

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Lagerist (m/w/d)

Sehnde bei Hannover

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.schifffahrtundtechnik.de ist das Online-Portal der achtmal jährlich erscheinenden Zeitschrift Schifffahrt und Technik. Schwerpunktthemen sind Schifffahrt und Binnenschifffahrt, Transport und Logistik im Hafen und intermodaler Verkehr zwischen See- und Binnenhäfen. Praxiserfahrene Journalisten recherchieren vor Ort und schreiben Klartext zu Logistik in See- und Binnenhäfen, kombiniertem Verkehr, Reedereien, Güterverkehr und Schwerlastlogistik.