Die Vorplanung für den Neubau der Norderelbbrücken ist abgeschlossen: Die beiden bestehenden Eisenbahnüberführungen werden durch moderne Bauwerke ersetzt und um eine dritte Brücke ergänzt. Mit der Erweiterung von vier auf künftig sechs Gleise schafft das Projekt zusätzliche Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. Damit soll nicht nur der Bahnknoten Hamburg gestärkt, sondern auch der europäische Korridor Skandinavien–Mittelmeer (ScanMed) nachhaltig ausgebaut werden, heißt es in einer Pressemitteilung.
Derzeit führen vier Gleise auf 300 Metern über die Norderelbe. Rund 660 Züge des Nah-, Fern-, und Güterverkehrs fahren täglich über die beiden Brücken, die seit 2021 unter Denkmalschutz stehen und 2025 zuletzt ertüchtigt wurden. Der bauliche Grundzustand der Brücken macht nach rund 100 Jahren Nutzungsdauer eine Erneuerung erforderlich. Die Vorplanung hatte 2020 begonnen.
Um die vielfältigen Belange frühzeitig und transparent im Planungsprozess zu berücksichtigen, hatte die DB gemeinsam mit der Freien Hansestadt Hamburg (FHH) 2024 einen Planungswettbewerb für den Ersatzneubau der Eisenbahnüberführungen ausgeschrieben. Die Jury, zusammengesetzt aus Vertretern aus der Ingenieurs- und Architektenwelt sowie aus Politik, Fachbehörden der FHH und der DB, entschied sich einstimmig für den Entwurf der Planungsgesellschaft Panta-Ney – einem Zusammenschluss des Hamburger Ingenieurbüros Panta Ingenieure und des internationalen Ingenieur- und Architekturbüros Ney & Partners mit Hauptsitz in Brüssel.
Mit dem Abschluss von Wettbewerb und Vorplanung beginnt nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Eisenbahnüberführung Norderelbe. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens kann der Bau der Brücken – voraussichtlich zu Beginn der 2030er Jahren – starten.