Binnenschifffahrt in Baden-Württemberg legt wieder zu

08.06.2026 09:12 Uhr | Lesezeit: 2 min
Hafen Mannheim
Der Hafen Mannheim zählt zu den wichtigsten Binnenhäfen Baden-Württembergs.
© Foto: Upper Rhine Ports

2025 stieg der Güterumschlag in Baden-Württembergs Häfen um 2,1 Prozent auf 24,9 Millionen Tonnen. Der Containerverkehr ging dagegen deutlich zurück.

Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg wurden im Jahr 2025 rund 24,9 Millionen Tonnen Güter per Binnenschiff im Südwesten umgeschlagen. Damit stieg der Güterumschlag um 2,1 Prozent zum Vorjahr an. Diesem Anstieg ging ein kontinuierlicher Rückgang in den Jahren zwischen 2020 und 2023 voraus. 26 der insgesamt 38 Häfen und Umschlagplätzen verzeichneten einen Anstieg der Gütermenge. Den Hauptanteil des Umschlags machten mit 77 Prozent die fünf bedeutendsten Häfen in Baden-Württemberg – Karlsruhe, Mannheim, Kehl, Heilbronn sowie Stuttgart – aus. Eine gegenläufige Entwicklung zeigte sich im Containerverkehr. Im Jahr 2025 wurden 150.302 TEU auf Binnenschiffen befördert und damit 17.000 TEU (minus 10,2 Prozent) weniger als noch im Jahr zuvor.

Auf dem rund 550 Kilometer langen gewerblich nutzbaren Wasserstraßennetz in Baden-Württemberg wurden 30.216 Schiffe mit und ohne Antrieb gezählt – was einem deutlichen Anstieg von 22,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Ein einzelnes Gütermotorschiff mit einer Traglast von 3.000 Tonnen kann bis zu 150 Lkw ersetzen. Entsprechend wurden die Straßen in Baden-Württemberg mit einem Umschlag von 24,9 Millionen Tonnen rechnerisch um 1.245.000 Lkw entlastet. 

Die überwiegende Mehrzahl der Schiffe verkehrte wie im Jahr zuvor unter niederländischer Flagge (57,6 Prozent, 17.402 Schiffe). An zweiter Stelle rangierte Deutschland mit rund einem Drittel der Schiffe (32,8 Prozent, 9.897), gefolgt von Belgien (5,3 Prozent, 1.600) und der Schweiz (2,1 Prozent, 644).

Die wichtigsten Güter, die 2025 auf baden-württembergischen Wasserstraßen transportiert wurden, waren Steine und Erden, Sand und Kies, Mineralölerzeugnisse sowie Kohle. Darunter war insbesondere beim Transport von Kohle ein deutlicher Anstieg festzustellen (44,9 Prozent oder 0,93 Millionen Tonnen), während die transportierte Menge chemischer Erzeugnisse (minus 13,8 Prozent) sowie Mineralölerzeugnisse (minus 12,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr abnahm.

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