Mit der Einführung von Westack möchte Wattlab eine der größten Hürden für die Dekarbonisierung der Branche beseitigen: die hohen Kosten und langen Installationszeiten herkömmlicher maritimer Batteriesysteme. Während bestehende Systeme häufig individuell angefertigt werden und mehrere Wochen Installationsaufwand erfordern, wird Westack vollständig in der Werkstatt von Wattlab montiert und getestet. An Bord muss das System lediglich angeschlossen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Dadurch sollen sich die Installationszeit von mehreren Wochen auf nur einen Tag reduzieren.
Das Batteriesystem ist in vier standardisierten Kapazitäten erhältlich: 100, 200, 300 und 400 kWh. Durch diese Standardisierung kann Wattlab schneller produzieren und installieren, während die Kosten im Vergleich zu maßgeschneiderten Batteriesystemen deutlich niedriger bleiben. Westack wird auf dem Achterdeck installiert und eignet sich sowohl für Neubauten als auch für Nachrüstungsprojekte. Nach Angaben von Wattlab kann das System auf einer Vielzahl von Binnenschiffen eingesetzt werden: von älteren Frachtschiffen bis hin zu modernen Tankschiffen und kleinen Küstenfrachtern.
Dieselgeneratoren: bis zu 90 Prozent weniger Betriebsstunden
„Generatoren auf Schiffen laufen die meiste Zeit mit lediglich 10 bis 15 Prozent ihrer Kapazität“, sagt Bo Salet, Gründer und CEO von Wattlab. „Das ist äußerst ineffizient. Bei geringer Last verbraucht ein Generator verhältnismäßig viel Kraftstoff. Durch die Integration eines Batteriesystems kann der Generator die Batterie im optimalen Leistungsbereich laden, während anschließend die Batterie die Stromversorgung des Schiffes übernimmt.“
Westack soll die Betriebsstunden von Generatoren um bis zu 80 bis 90 Prozent reduzieren. Laut Wattlab führt dies zu erheblichen Kraftstoffeinsparungen, geringeren Wartungskosten und einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen. Darüber hinaus verbessert das System den Komfort an Bord durch weniger Lärm, Vibrationen und Abgase und verringert die Abhängigkeit von Landstrom.