Sinkende Pegelstände führen vor allem dazu, dass Schiffe ihre übliche Ladung nicht mehr vollständig aufnehmen können. Um die erforderliche Abladetiefe einzuhalten, müssen zahlreiche Binnenschiffe mit deutlich geringeren Ladungsmengen unterwegs sein. Für Reedereien und Verlader steigt dadurch der logistische Aufwand.
Die geringeren Ladekapazitäten machen zusätzliche Fahrten und weiteren Schiffsraum erforderlich. Gleichzeitig müssen Teile der Gütermengen auf die Schiene oder den Straßengüterverkehr verlagert werden.
Schiene und Straße dienen als Ausweichoption
Der Rheinhafen Koblenz verweist in diesem Zusammenhang auf seine trimodale Infrastruktur: Verlagerungen zwischen Wasserstraße, Schiene und Straße lassen sich dadurch vergleichsweise flexibel umsetzen. Das zum Hafen gehörende rund elf Kilometer lange Gleisnetz könne auch künftig als Risikopuffer zur Stabilisierung von Lieferketten dienen.
Anbindung an die ARA-Häfen bleibt bestehen
Nach Angaben des Rheinhafens Koblenz bleibt die Schiffbarkeit des Hafens auch dann gewährleistet, wenn der Pegelstand in Kaub unter die definierte Marke sinkt. Die Verbindung zu den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen besteht weiterhin sowohl per Binnenschiff als auch auf der Schiene.
Rheinhafen beobachtet Entwicklung der Wasserstände
Der Rheinhafen Koblenz verfolgt die Entwicklung der Wasserstände und deren Auswirkungen auf die Güterschifffahrt fortlaufend. Nach Angaben des Hafens beeinflusst das Niedrigwasser derzeit zwar die Rahmenbedingungen des Transports auf dem Rhein, die schiffbare Verbindung von den Seehäfen nach Koblenz bleibt jedoch bestehen.