„Die eigentliche Nachricht ist nicht, dass über eine Entlastungsbrücke nachgedacht wird“, sagt VHSp-Vorsitzer Axel Plaß, sondern „dass nach rund 14 Jahren Diskussion über Tunnel, Brücke, Tunnel und wieder Brücke noch immer keine neue Querung gebaut wird“. Die kritisierte Vorgehensweise verdeutliche vor allem die erhebliche Lücke zwischen politischen Ankündigungen und der tatsächlichen Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte. „Wenn bei einem für Deutschlands größten Universalhafen derart wichtigen Infrastrukturprojekt inzwischen die Debatte über Provisorien beginnt, ist das kein Zeichen guter Vorsorge, sondern ein Alarmzeichen“, führt Plaß weiter aus. Der VHSp warnt davor, zusätzliche Kapazitäten in neue Zwischenlösungen zu investieren. Seiner Auffassung nach dürfe sich die Diskussion nicht auf mögliche Notlösungen beschränken. Stattdessen müsse alles darangesetzt werden, den eigentlichen Neubau deutlich schneller zu realisieren.
Laut Verein sollten Hamburg und der Bund für die neue Köhlbrandquerung faktisch Deutschlandtempo ausrufen – alle verfügbaren Planungs-, Genehmigungs- und Baukapazitäten sollten auf dieses Ziel ausgerichtet werden. Der VHSp fordert die konsequente Prüfung aller rechtlichen, organisatorischen und politischen Möglichkeiten zur Beschleunigung des Projekts. Ziel sei es, die Fertigstellung nicht um Wochen oder Monate vorzuziehen, sondern um Jahre.