„Deutschland ist auf eine leistungsfähige See- und Binnenschifffahrt angewiesen“, betonte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger vor dem Hintergrund der Veranstaltung, denn sie sichere Wettbewerbsfähigkeit, Versorgung und Beschäftigung. Daher möchte auch der Bund verlässliche Rahmenbedingungen schaffen und für gezielte Investitionen sorgen. Mit dem Nationalen Aktionsplan klimafreundliche Schifffahrt lege man dafür die Grundlage. „Insgesamt stellen wir 400 Millionen Euro bereit, um die Transformation hin zu einer klimafreundlichen See- und Binnenschifffahrt voranzubringen. Neben dem bestehenden Förderprogramm für grüne Binnenschifffahrtskorridore werden wir in Kürze auch das neue Förderprogramm für grüne Seeschifffahrtskorridore starten. Damit unterstützen wir die Umrüstung von Küstenschiffen und den Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Kraftstoffe in Seehäfen“, so Bilger.
Insgesamt 47 Maßnahmen werden im Aktionsplan aufgeführt. Diese sollen nun unter Mitwirkung der relevanten Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung realisiert werden. Als wesentliche Treiber zur Dekarbonisierung des Sektors wurden folgende Bereiche als besonders wichtig identifiziert:
Ø die zunehmende Nutzung alternativer Antriebe und Energiesysteme
Ø die verbesserte Versorgung mit kohlenstoffarmen und nachhaltigen erneuerbaren Energieträgern
Ø energieeffiziente Schiffsneubauten und Nachrüstungen.
Für die Umsetzung benötigt die Branche verlässliche Planungs- und Investitionssicherheit. Als Entscheidende Voraussetzungen nennt das BMV dafür unter anderem harmonisierte Vorschriften und Standards sowie unbürokratische Zulassungs- und Genehmigungsverfahren. Die Ergebnisse der Fachkonferenz fließen in die Maßnahmen des Nationalen Aktionsplan klimafreundliche Schifffahrt ein.