Im Bremer Rathaus hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am 29. September 2026 gemeinsam mit dem Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Andreas Bovenschulte (SPD), und dem Vorstandsvorsitzenden der BLG-Gruppe, Matthias Magnor, eine Absichtserklärung (Letter of Intent) über den geplanten „Deployment Hub Bremerhaven 2031“ unterzeichnet.
Der Bund investiert dafür rund 1,35 Milliarden Euro in den Hafen. Eine Rekordsumme, wie Pistorius betonte. „Das ist die größte Investition hier“, so der Verteidigungsminister. Der Bremer Senat beteiligt sich mit 200 Millionen Euro, weitere Gelder kommen von Privatinvestoren.
Hafeninfrastruktur sowie Hinterlandanbindung ertüchtigen
Mit dem Letter of Intent (LoI) zum „Deployment Hub Bremerhaven 2031“ bekräftigen die Beteiligten, die erforderlichen Kapazitäten und Fähigkeiten bereitzustellen, um die Forderungen der NATO und die im Operationsplan Deutschland festgelegten Bedarfe zu erfüllen. Dabei werde es vor allem darauf ankommen, „die in Bremerhaven vorhandene Infrastruktur sowie die im funktionalen Zusammenhang stehende Hinterlandanbindung des Hafens für die spezifischen militärischen Bedarfe zu erneuern beziehungsweise auszubauen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.
„Wir sind die Drehscheibe für militärische Verlegung im Ernstfall“, betonte Pistorius. „Ein wichtiger Baustein für die Umsetzung des Operationsplans Deutschland ist damit gesetzt.“
Mehr Logistikfläche am Flughafen
Das Vorhaben umfasst mehr als 40 Maßnahmen: So sollen unter anderem eine neue Schwerlastbrücke und mehrere Schwerlastflächen im Hafen, ein Teil der Stromkaje, ein Verbindungskanal mit Drehbrücke sowie verschiedene Binnenkajen im Kaiserhafen gebaut und ertüchtigt werden. Hinzu kommen Vertiefungen von Hafenbecken, eine neue Feuerwache sowie der Ausbau von Straßen und Bahnverbindungen. Auch der Flughafen Bremen soll profitieren, etwa mit mehr Logistikfläche.