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Henckel tauft DST-Forschungsschiff "Ella"

06.03.2023 15:12 Uhr
Henckel tauft DST-Forschungsschiff "Ella"
Die "Ella" am Kran, festlich geschmückt zur Taufe.
© Foto: DST

Am 3. März 2023 wurde im Duisburger Freihafen das Forschungsschiff „Ella“ des DST getauft. Taufpatin war Bundes-Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel.

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Die „Ella“ ist mit knapp 15 m Länge eine verkleinerte, aber vollwertige Ausführung eines Binnenschiffes im Maßstab 1:6 und wurde gezielt für die Erforschung des autonomen Fahrens auf Binnengewässern konzipiert. Das Wasserfahrzeug wurde vom DST – Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme im Rahmen eines vom Bundesverkehrsministerium (BMDV) geförderten Forschungsvorhabens entwickelt und gebaut. Die „Ella“ wird im Rhein-Ruhr-Testfeld im Dortmund-Ems-Kanal für die Entwicklung von Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) für das autonome Fahren eingesetzt. Die KI lernt Schritt für Schritt anhand menschlicher Fahrweisen und eigener Fahrversuche, die geforderten Manöver zu planen und auszuführen. Am Ende der Entwicklung soll das Steuerungssystem des Schiffes in der Lage sein, ein vorgegebenes Ziel eigenständig und sicher zu erreichen.

Hierbei steht eine besondere Herausforderung für autonom navigierende Schiffe im Mittelpunkt der Forschung: komplexe Manöver in sehr engen Fahrwassern. Während bei der Fahrt im Kanal oder auf Flüssen die  Planungsvorgaben für den Kurs und die Geschwindigkeit des Schiffes noch verhältnismäßig gut beschreibbar sind, gilt dies für Hafen- und Schleusenmanöver nicht mehr. Eine Zielposition – zum Beispiel eine Liegestelle am Hafenterminal – kann in der Regel auf unterschiedliche Weise angefahren werden. Die beste Strategie hängt nicht nur vom Schiff und seinem momentanen Beladungszustand ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren wie den  Strömungsverhältnissen.

DST-Direktor Prof. Bettar O. el Moctar ordnet das Projekt in einen größeren Zusammenhang ein: „Nicht nur die immer wiederkehrenden Niedrigwasserperioden machen der Binnenschifffahrt zu schaffen, auch der Fachkräftemangel stellt eine große Herausforderung dar. Hier kann die Automatisierung der Navigation und der weiteren Aufgaben an Bord Abhilfe schaffen. An dieser Stelle wird das Vorhaben ELLA einen wichtigen Beitrag leisten. Es fügt sich damit in eine Reihe aufeinander aufbauender Forschungsprojekte zum autonomen Fahren von Binnenschiffen ein, die vom DST initiiert und koordiniert werden. Am Ende der geplanten Entwicklungen im Projekt ELLA werden wir einen großen Schritt weiter sein auf dem Weg zum vollständig autonomen Binnenschiff.“ (pm/roe)

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