Iran-Krieg ohne direkte Folgen für Öl-Umschlag in Rostock

03.03.2026 09:27 Uhr | Lesezeit: 1 min
Seehafen Rostock2
Trotz Störungen im Seehandel durch den Iran-Krieg verzeichnet der Rostocker Ölhafen nach Angaben des Betreibers bislang keine direkten Auswirkungen im Ölumschlag (Symbolbild).
© Foto: Robert Grahn / ZB / euroluftbild.de / picture alliance

Der Iran-Krieg stört den Seehandel. Eine wichtige Route des Ölhandels ist betroffen. Direkte Auswirkungen auf den Umschlag im Rostocker Ölhafen gibt es laut zuständigem Unternehmen aber nicht.

Die Öllieferungen über den Rostocker Ölhafen sind nach Angaben des zuständigen Unternehmens nicht vom Iran-Krieg betroffen. Derzeit gebe es keine Auswirkungen, teilte der Geschäftsführer von Euroports Germany, Karsten Lentz, auf Anfrage mit. Auch der Umschlag anderer Güter ist demnach nicht betroffen. Im Zusammenhang mit dem Umschlagsunternehmen bestehe kein Schiffsverkehr zwischen der betroffenen Region und Rostock. Allerdings träfen auch sein Unternehmen Energiekostensteigerungen infolge der militärischen Eskalation mittelbar und unmittelbar. Wir beobachten die Lage, so Lentz.

Internationaler Seehandel gestört

Der internationale Seehandel ist derzeit gestört. Am Persischen Golf ist die Straße von Hormus praktisch gesperrt. Tanker kehren an der Meerenge um, wie die Schifffahrts-Analysefirma Windward berichtet. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Straße von Hormus. In der Nähe des Konfliktgebiets befinden sich weitere wichtige Seehandelsrouten. Als einer der größten Mineralölverbraucher weltweit ist Deutschland fast vollständig auf den Import angewiesen. Das Erdöl stammte zuletzt laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vor allem aus den USA, Kasachstan, Großbritannien und Norwegen.

Über den Rostocker Überseehafen wird unter anderem Rohöl geliefert, dass per Pipeline zur PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt geliefert wird.

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