Mit einem Güterumschlag von 951.000 Tonnen hat der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) das Jahr 2025 mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr (880.000 Tonnen) abgeschlossen. Holz und Düngemittel waren 2025 erneut die Hauptgutarten. So gingen rund 472.000 Tonnen Rundholz und Holzhackschnitzel (2024: 385.000 Tonnen) über die Kaikante. Bei Düngemitteln wurde ein Ergebnis von 374.000 Tonnen (2024: 315.000 Tonnen) verbucht. Im Düngemittelumschlag gelang es dem RFH, mit technischem Harnstoff eine weitere spezielle Gutart hinzuzugewinnen. Dieser wird vorrangig in der Holzindustrie zur Herstellung von Klebstoffen verwendet.
Im zweitgrößten Rostocker Hafen können Frachtschiffe bis zu einer Länge von 180 Metern festmachen. Im Jahr 2025 hat es insgesamt 237 Anläufe von Schiffen gegeben, die im RFH ent- beziehungsweise beladen wurden.
Investition in neue Krantechnik geplant
Im vergangenen Jahr hatte das Hauptaugenmerk bei Investitionen auf der Ertüchtigung des hafeneigenen Schienennetzes, auf der Modernisierung von Gewerbeimmobilien sowie auf der weiteren Digitalisierung der Betriebsabläufe gelegen. Beispielsweise ist damit begonnen worden, ein CRM-System (Customer-Relationship-Management) und eine Software für Technisches Objektmanagement zu implementieren, um die Prozesse im Marketing und Vertrieb sowie in der Instandhaltung von Gebäuden und Maschinen weiter zu optimieren.
Auch in diesem Jahr sind Investitionen geplant, um sich für ein steigendes Umschlagsvolumen unter anderem durch die Abfertigung größerer Schiffe zu wappnen. In diesem Zuge plant der RFH die Anschaffung von neuer Krantechnik mit größeren Auslegern. Investitionsmittel in Höhe von rund 850.000 Euro fließen im neuen Jahr 2026 zudem in die umfassende Modernisierung der Tiefkühlleichtbauhalle, die der RFH neben dem Kühlhaus betreibt. Die Kälteanlage wird erneuert und die Tiefkühlleichtbauhalle mit einer neuen Ent- und Verladeschleuse ausgestattet.
Mehr finanzielle Unterstützung vom Staat gefordert
Der Erhalt und die Modernisierung der Hafeninfrastruktur gehören zu den langfristigen und kontinuierlichen Aufgaben. „Als Hafen erfüllen wir eine essenzielle Versorgungsfunktion in der Gesellschaft. Um diese im Hinblick auf die veränderten sicherheits- und energiepolitischen Bedingungen aufrechterhalten zu können, ist der Staat gefordert, deutlich mehr finanzielle Unterstützung zu leisten. Der RFH wie auch andere Häfen sind anderenfalls mit den für eine leistungsfähige Hafeninfrastruktur nötigen Investitionen überfordert“, wirbt RFH-Geschäftsführer Steffen Knispel dafür, die Belange der Häfen stärker in den Fokus der Landes- und Bundespolitik zu rücken.