Forschungsschiff Nova auf Messe Xponential Europe präsentiert

24.03.2026 17:48 Uhr | Lesezeit: 3 min
Autonomes Forschungsschiff Nova auf der Messe Xponential in Düsseldorf
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen, vor dem autonomen Forschungsschiff Nova auf der Messe Xponential in Düsseldorf. 
© Foto: Eventfotograf.in

DST und Uni Duisburg-Essen präsentieren das autonome Forschungsschiff Nova auf der Xponential Europe 2026. Bundesverkehrsminister Schnieder wird dabei für eine Demonstrationsfahrt vor Ort sein.

Der Wissenszuwachs in der autonomen Schifffahrt ist rasant. Die aktuellsten Innovationen sind vom 24. bis zum 26. März 2026 auf der Messe Xponential Europe 2026 in Düsseldorf zu sehen. Die Rektorin der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Barbara Albert, erläutert: „Automatisierung und Fernsteuerung sind unabdingbar für die moderne Mobilität, auch auf dem Wasser. Die Universität Duisburg-Essen und das DST treiben mit ihren Forschungsarbeiten die Entwicklung einer digitalen, nachhaltigen Binnenschifffahrt voran. Solche Innovationen im Mobilitätssektor stützen unseren Wirtschaftsstandort. Zugleich organisieren unsere Wissenschaftler:innen gemeinsam mit dem DST und der RWTH Aachen die Autonomous Inland and Short Sea Shipping Conference als Partner-Konferenz der Xponential Europe, um wissenschaftlichen Impact international zu skalieren.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wird gemeinsam mit Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert an einer Demonstrationsfahrt des Forschungsschiffs Nova teilnehmen. Bei der Fahrt wird das Schiff vollständig aus einem Remote Operations Center am Messestand, unter Verwendung von Echtzeit-Videos und -Sensordaten, gesteuert. Die Demonstration zeigt das Zusammenspiel zwischen Automatisierung und Fernsteuerung. So werden Binnenschiffe künftig auch bei eingeschränkter Sicht oder hoher Verkehrsdichte effizient und sicher betrieben werden können.

Zentraler Baustein für die Zukunft des klimafreundlichen Verkehrs

„Die Verfügbarkeit modernster Sensortechnologien in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz ermöglicht es uns, Schiffe zu automatisieren und Personal an Bord und im Remote Operation Center derart zu unterstützen, dass Schiffe effizient und gleichzeitig sicher betrieben werden können“, sagt Dr.-Ing. Jens Neugebauer, stellvertretender Leiter des Instituts für Nachhaltige und Autonome Systeme der Universität Duisburg-Essen. „Die autonome und ferngesteuerte Schifffahrt ist ein zentraler Baustein für die Zukunft des klimafreundlichen und effizienten Güterverkehrs in Deutschland und Europa“, ergänzt Fachbereichsleiter Dr.-Ing. Frederic Kracht vom DST. „Die hier gezeigten Innovationen verdeutlichen das enorme Potenzial digitaler Technologien für die Binnenschifffahrt.“

Ausweitung der Testbetriebe geplant

Bundesverkehrsminister Schnieder: „Die Entwicklung des autonomen Fahrens auf dem Wasser hat in den letzten Jahren in Deutschland einen großen Sprung nach vorne gemacht. Um ein führender Standort für Schifffahrt zu werden, brauchen wir nun eine Ausweitung der Testbetriebe für ferngesteuerte und autonome Schiffe. Im nächsten Schritt werden dann nationale und internationale Regelwerke zügig angepasst. Gemeinsam mit dem Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) wollen wir durch Innovationen und verbesserte Infrastruktur die deutsche Binnenschifffahrt zukunftsfähig machen und international wettbewerbsfähig halten.“

Weitere Highlights am Messestand von Universität Duisburg-Essen und DST sind Wasserdrohnen, die autonome Aufgaben wie Umgebungsüberwachung, Hinderniserkennung und Datenerfassung für Forschung und Infrastrukturinspektion übernehmen. Gemeinsam mit der TU Dortmund präsentieren die Wissenschaftler:innen zudem eine Lösung zur automatisierten Erkennung und Generierung von Funksprüchen in der Binnenschifffahrt.

Fachkonferenz Autonomous Inland & Short Sea Shipping

Ein besonderer Schwerpunkt ist die internationale Fachkonferenz AISS am 24. und 25. März. Die 2019 ins Leben gerufene, jährlich stattfindende Konferenz ist in diesem Jahr zum ersten Mal die Partnerkonferenz der Messe XPONENTIAL Europe. Sie erschließt damit eine noch größere Reichweite. Führende Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie präsentieren dort aktuelle Forschung – von autonomen Navigationssystemen über Remote Operations von Schiffen und Hafentechnologien bis hin zu KI-gestützter Wahrnehmung und sicherheitskritischen Systemen. In einem eigenen Vortragsblock werden mehr als 15 europäische Forschungsprojekte vorgestellt und im Rahmen einer Publikumspräsentation diskutiert.

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