Am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bestehen aus Sicht der Bundesregierung derzeit keine Engpasssituationen. Entsprechend sieht sie auch kein Risiko für volkswirtschaftliche Schäden durch Einschränkungen im Schiffsverkehr. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.
Zugleich verweist die Bundesregierung auf laufende Infrastrukturprojekte entlang der Wasserstraße. Der Ersatz der Schleusenanlagen in Kiel‑Holtenau sowie in Brunsbüttel werde weiter umgesetzt.
Kurzzeitige Störung an der Schleuse Brunsbüttel im Oktober 2025
In ihrer Antwort nimmt die Bundesregierung auch Bezug auf eine zeitweise Einschränkung des Schleusenbetriebs in Brunsbüttel im Oktober 2025. Demnach war die zweite große Schleusenkammer vorübergehend nicht nutzbar. Ursache seien Hindernisse in der Torbahn des Schiebetores der Nordkammer gewesen. Gleichzeitig seien Reparaturarbeiten an den Schienen der Südkammer durchgeführt worden.
Nach der Beseitigung der Hindernisse sei es zu einer weiteren technischen Störung gekommen, die den Betrieb der Nordkammer erneut außer Kraft gesetzt habe. Die Südkammer habe in diesem Zeitraum jedoch weiterhin zur Verfügung gestanden, sodass der Schleusenbetrieb insgesamt aufrechterhalten werden konnte.
Keine Auswirkungen auf den Gesamtbetrieb
Trotz der technischen Probleme sieht die Bundesregierung den Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals nicht gefährdet: Nach ihrer Einschätzung bestehen keine Engpasssituationen „und damit kein Risiko für das Eintreten volkswirtschaftlicher Schäden“.
Die Initiative Kiel-Canal forderte im Februar mehr Tempo bei dem Ausbau.
Gleichzeitig zeigt die Entwicklung mehr Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal trotz Wartezeiten