Niedrigwasser schreitet voran

15.07.2026 09:22 Uhr | Lesezeit: 2 min
Niedrigwasser
Sinkende Wasserstände begrenzen den Tiefgang der Schiffe und reduzieren damit ihre mögliche Ladung (Symbolbild).
© Foto: BDB e.V.

Laut des aktuellen Niedrigwasser-Updates der Bundesanstalt für Gewässerkunde sind die Wasserstände und Abflüsse im Berichtszeitraum vom 10. bis 14. Juli 2026 in allen freifließenden deutschen Binnenwasserstraßen zurückgegangen.

Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen haben die Niedrigwassersituation weiter verschärft. Mittlerweile sind alle deutschen Stromgebiete betroffen. Die für die kommenden Tage angekündigten regionalen Schauer und Gewitter dürften die Wasserstände und Abflüsse allenfalls kurzfristig ansteigen lassen. Das geht aus dem aktuellen Niedrigwasser-Update der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) für den Berichtszeitraum 10. bis 14. Juli 2026 hervor.

Ursache der aktuellen Entwicklung ist das warme bis heiße und überwiegend trockenes Sommerwetter, das in den vergangenen Tagen in Mitteleuropa unter Hochdruckeinfluss herrschte. Nur örtlich ereigneten sich am Montag (12.7.2026) kräftige Schauer und Gewitter. Die Gewitterneigung bleibt im weiteren Verlauf der Woche in der zunehmend schwüleren und labileren Luftmasse über Deutschland erhöht. Regional sind Starkregen und Hagel möglich. Ab dem Wochenende werden mit einer nordwestlichen Höhenströmung kühlere Luftmassen nach Mitteleuropa gelangen. In der Folgewoche nimmt dann voraussichtlich der Hochdruckeinfluss von Westen her wieder zu, sodass sich das Wetter erneut beruhigt und es trockener wird.

Die Wasserstände und Abflüsse sind im Berichtszeitraum in allen freifließenden deutschen Binnenwasserstraßen zurückgegangen. Die einschlägigen Niedrigwassermarken sind über weite Strecken unterschritten. Elbe und Weser profitieren zwar noch von einer Niedrigwasseraufhöhung durch die großen Talsperren in den Einzugsgebieten – zumindest im Fall der Weser ist allerdings ein Ende des Stützbetriebs (der mit einer Abgabe von rd. 38 m³/s aus der Edertalsperre einhergeht) in einigen Tagen absehbar. Besonders gering ist aktuell die Wasserführung der Donau. In ihrem freifließenden Abschnitt wurde am Pegel Hofkirchen am 13.07.2026 mit 160 cm über PNP (Rohwert) der dort bislang niedrigste bekannte Wasserstand registriert.

Wie sich bereits in der vergangenen Woche abzeichnete, setzt sich die Niedrigwassersituation in der laufenden Woche weiter fort. Mit der Zunahme von Starkregen und Hagel in der zweiten Wochenhälfte wird ein leichter Anstieg der Wasserstände an den Bundeswasserstraßen erwartet. Dieser wird aber voraussichtlich nicht nachhaltig sein. Zum Ende der kommenden Woche werden die Wasserstände und Abflüsse unter dem Hochdruckeinfluss wieder in den Bereich des derzeitigen Niveaus zurückgehen. (Quelle: Niedrigwasser-Update: https://www.bafg.de/DE/5_Informiert/2_Publikationen/Niedrigwasserbericht/niedrigwasserbericht_node.html)

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