Das maritime Technologieunternehmen Seafar, die Transportvermittlungs- und Handelsgesellschaft (THG) und Elan Shipping haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um auf der Mosel ferngesteuerte Navigation einzuführen. Hierfür streben die Partner gemeinsam die erste behördliche Genehmigung an. Zudem werde geprüft, wie das System von Seafar auf weiteren Partikulierschiffen eingesetzt werden kann, die für THG fahren oder mit THG verbunden sind. Die Vereinbarung der drei Unternehmen wurde am 29. September 2026 in Wesel unterzeichnet.
Die THG übernimmt damit eine Vorreiterrolle, Remote Operations für unabhängige Schiffseigner zugänglich zu machen. Viele von ihnen kämpfen mit einem wachsenden Personalmangel. Remote Operation kann dabei helfen, Schiffe flexibler zu besetzen, da die Arbeit des Schiffsführers an Land verrichtet wird. Da die Mosel eine anspruchsvolle Wasserstraße mit vielen Schleusen, engen Kurven und dichtem Verkehr ist, gilt sie als wichtiges Testfeld für die ferngesteuerte Navigation in Deutschland.
Maßnahme gegen Fachkräftemangel
Niklas Mantler, Niederlassungsleiter Duisburg bei THG, hob im Rahmen der Unterzeichnung hervor: „Für die Schiffseigner, mit denen wir zusammenarbeiten, wird es jedes Jahr schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Mit Remote Operations sehen wir eine Möglichkeit, diesem Problem aktiv zu begegnen. Gemeinsam mit Seafar und Elan gehen wir deshalb den ersten Schritt zur ferngesteuerten Navigation auf der Mosel und hoffen, dass künftig weitere Schiffe aus unserem Netzwerk folgen werden.“
Alfred Zwering, Eigner von Elan Shipping, zeigte sich währenddessen stolz, dass man mit dem eigenen Schiff auf der Mosel vorangehe. Für ihn bedeuten Remote Operations mehr Flexibilität bei der Besatzung, ohne Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen.
Louis-Robert Cool, CEO von Seafar, betonte während der Veranstaltung: „THG und Elan beweisen echten Mut und eine innovative Denkweise. Mit diesem Schritt auf der Mosel setzen sie nicht nur auf neue Technologie, sie gestalten die Zukunft der Binnenschifffahrt aktiv mit. Wir sind dankbar für ihr Vertrauen und stolz, diese Zukunft gemeinsam mit ihnen aufzubauen.“
Die Partner arbeiten nun am Genehmigungsverfahren.