Der Intermodaldienstleister CargoBeamer hat in dieser Woche eine neue Bahnverbindung zwischen Stuttgart und Mailand in Betrieb genommen. Mit der Relation erweitert das Unternehmen sein Angebot im kombinierten Verkehr für Sattelauflieger über die Alpen und stärkt insbesondere die Achse zwischen Deutschland und Italien. Die Verbindung folgt auf die Einführung der Linie Lüttich–Domodossola zu Jahresbeginn.
Zum Start ist die neue Verbindung mit vier wöchentlichen Rundläufen geplant. Eine Ausweitung auf fünf Umläufe pro Woche ist mittelfristig vorgesehen. Die Züge verkehren zwischen dem DUSS‑Terminal Kornwestheim bei Stuttgart und dem Terminal Malpensa Intermodale im Nordwesten der Metropolregion Mailand. Es handelt sich um die direkte Nachfolge der zuvor angebotenen Verbindung Stuttgart‑Kornwestheim–Domodossola.
Die Traktion übernimmt erneut SBB Cargo International, mit der CargoBeamer bereits auf anderen Relationen zusammenarbeitet.
Durch die Verlagerung von der Straße auf die Schiene lassen sich pro transportiertem Sattelauflieger rund 88 Prozent der CO₂‑Emissionen im Vergleich zum Diesel‑Lkw einsparen. CargoBeamer ermöglicht dabei den Transport aller Arten von Sattelaufliegern – auch solcher, die nicht kranbar sind.
Mit der neuen Verbindung fügt CargoBeamer seinem transalpinen Netzwerk eine weitere Relation hinzu, die den kombinierten Verkehr zwischen dem Südwesten Deutschlands, den Benelux‑Staaten und Norditalien stärkt. Stuttgart–Mailand ist bereits die zweite direkte Nachfolgeverbindung für die eingestellte Rollende Landstraße Freiburg–Novara. Ziel ist es, den Transport nicht‑kranbarer Auflieger weiterhin zuverlässig über die Alpen sicherzustellen.
Auf der neuen Relation können neben handelsüblichen kranbaren Aufliegern auch Kühl‑ und Boxtrailer, Abfalltransporte, Container und Wechselbrücken transportiert werden. Damit richtet sich das Angebot an eine breite Kundengruppe mit unterschiedlichen Transportanforderungen.
Mit dem neuen Partnerterminal in Mailand‑Sacconago sieht sich CargoBeamer gut positioniert, insbesondere für straßen‑ und luftfrachtaffine Warenströme. Das Unternehmen will sein Netzwerk in Norditalien weiter ausbauen und zusätzliche Kapazitäten im kombinierten Verkehr schaffen.