Die niederländischen Binnenschifffahrtsunternehmen Amer Shipping und Van de Graaf & Meeusen haben gemeinsam das unabhängige belgische Befrachtungsbüro Tribarge gegründet. Mit dem neuen Unternehmen wollen die beiden Familienbetriebe ihre Erfahrung, Netzwerke und Flottenkapazitäten bündeln und insbesondere Verlader in Belgien und Frankreich ansprechen. Die geplante eigene Flotte soll dabei das langfristige Engagement der Partner unterstreichen.
Fahrtgebiet reicht bis zum Schwarzen Meer
Tribarge übernimmt die Befrachtung von Binnenschiffen in den ARA-Häfen, auf den deutschen Kanälen, der Mosel und dem Rhein bis nach Basel. Über die Zusammenarbeit mit Stream Shipping, einem Joint Venture von MSG und Amer Shipping, kann das Unternehmen zudem Transporte bis zum Schwarzen Meer anbieten. Damit will Tribarge Verladern ein breites Angebot an Binnenschifffahrtslösungen mit direktem Zugang zu Schiffskapazitäten bieten.
Erstes Neubauschiff bereits bestellt
Ein wichtiger Schritt beim Aufbau der eigenen Flotte ist bereits erfolgt: Bei der Werft Concordia Damen wurde ein 85 Meter langes Trockengüterschiff bestellt, das den Namen Porta Sud tragen wird. Die Indienststellung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Der Neubau soll nicht nur auf den großen Flüssen eingesetzt werden, sondern dank seiner Abmessungen auch kleinere Häfen, Nebenflüsse und Kanäle erreichen können. Damit soll die Porta Sud möglichst flexibel im europäischen Wasserstraßennetz einsetzbar sein.
Befrachtungsteam in Antwerpen wächst
Parallel zum Flottenaufbau erweitert Tribarge sein Team. Zum 1. November 2026 wird Devin van Dam als Befrachter zum Unternehmen stoßen. Im zweiten Quartal 2027 soll eine erfahrene belgische Befrachterin folgen. Mit dem schrittweisen Personalaufbau will Tribarge seine Marktkenntnisse und operativen Kapazitäten stärken, um Verlader, Reedereien und Partikuliere in Belgien und darüber hinaus zu betreuen.