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Digitalisierung: Testfeld für teilautomatisierte Containerkräne im Duisburger Hafen

Blick auf Das D3T Terminal am Duisburger Hafen.
© Foto: dws Werbeagentur GmbH

Im Duisburger Hafen findet derzeit ein Aufbau eines 5G-Testfelds mit teilautomatisierten Hafenkränen statt. Ziel des Versuchsprojekte ist die Erprobung von teilautomatisiertem Kranbetrieb via Mobilfunk zur Erhöhung der Umschlagskapazitäten.


Datum:
03.11.2022
Autor:
cbo
Lesezeit: 
4 min
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Am 3. November fiel der Startschuss zum Duisburger Kranprojekt durch den Dusiburger Stadtdirektor Martzin Murrack. Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Projekt über den Wettbewerb 5G.NRW für eine Förderung ausgewählt und fördert den Versuch mit einer Million Euro für die nächsten beiden Jahre Versuchszeitraum.
Die teilautomatische Steuerung von mobilen Umschlaggeräten in Binnenhäfen ist bisher nirgends erprobt worden. Als Projektpartner haben sich die Universität Duisburg-Essen (UDE), die Duisburger Hafen AG (duisport), das Unternehmen startport, die Deutsche Telekom und die POLO KNOW-HOW Industrie-Engineering zusammengeschlossen. Koordiniert werden die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Prof. Andreas Stöhr aus den Ingenieurwissenschaften der UDE. „Wir wollen in Duisburg auf Teilen des größten Binnenhafens Europas innovative Logistik-Lösungen auf Basis von 5G entwickeln und erproben“, so der Wissenschaftler.
Die Deutsche Telekom stattet das Hafengelände des Logport I in Rheinhausen für das Projekt mit einem eigenen 5G-Campus-Netz aus. Ein solches Campus-Netz ist ein exklusives, lokal begrenztes Mobilfunknetz, das auf individuelle technische Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Es bildet die Grundlage zur Digitalisierung der erforderlichen Steuerungseinheiten. Die Containerkräne wickeln den wesentlichen Teil des Güterumschlags ab. Die Teilautomatisierung mit Hilfe von 5G soll die Kapazität der Kräne erhöhen. Dadurch ließe sich der Container-Umsatz steigern, ohne dass der Hafen zusätzliche Flächen benötigt. Geplant ist außerdem, über die 5G-Technologie eine Vielzahl von Kameras und Sensoren im Hafengebiet miteinander zu verknüpfen. So soll der Warenumschlag über Straße, Schiene und Wasser noch transparenter und besser steuerbar werden.
Alexander Garbar, Leiter der Unternehmensentwicklung bei duisport und startport-Geschäftsführer erklärt: „Die 5G-Technologie ermöglicht das Erproben neuer Innovationen in der intermodalen Logistik. Die Ergebnisse des Projektes können zu einer Blaupause für andere Terminals in Duisburg, aber auch für Hinterlandterminals in ganz Deutschland sowie international werden. Besonders freut mich die enge Verknüpfung mit unseren Aktivitäten bei startport. Bei der Umsetzung der Automatisierung setzen wir auch auf Startup-Innovationen. Darüber hinaus bietet das Campus Netz auf logport I ideale Voraussetzungen für die Erprobung neuer Geschäftsmodelle technologiegetriebener Startups aus unserem Programm.“

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