Vemags-Störungen: LBT warnt vor Fehlern bei Anträgen und Bescheiden

14.08.2026 13:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
In drei Nächten vom 26. bis 29. Oktober 2025 transportierte der Schwergutexperte Gruber Logistics einen nicht mehr flugfähigen Airbus A310 vom Flughafen Hannover zum Tier- und Freizeitpark Serengeti-Park in Hodenhagen
Der LBT empfiehlt Unternehmen im Großraum- und Schwertransport eine besonders sorgfältige Kontrolle ihrer Vemags-Vorgänge (Symbolbild)
© Foto: Gruber Logistics

Nach dem jüngsten Vemags-Release sind laut dem Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) erhebliche technische Probleme aufgetreten. Betroffen sein können die Verarbeitung, Weiterleitung und Darstellung von Anträgen sowie Bescheiden für Großraum- und Schwertransporte.

Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) weist auf schwerwiegende technische Probleme hin, die nach dem kürzlich eingespielten Vemags-Release festgestellt wurden.

Wie Stephan Doppelhammer, Hauptgeschäftsführer des LBT, mitteilt, können die Fehler unmittelbare Auswirkungen auf die Bearbeitung und Weiterleitung von Anträgen und Bescheiden haben. Nach aktuellem Kenntnisstand werden Anträge und Bescheide teilweise fehlerhaft verarbeitet oder innerhalb des Systems nicht korrekt weitergeleitet.

Besonders kritisch sei, dass Datensätze unter Umständen durch das System verändert werden können, ohne dass dies beim Absenden eines Antrags erkennbar ist. Die Änderungen würden teilweise erst nachträglich sichtbar.


Über Vemags

Vemags ist die bundeseinheitliche Plattform zur Online-Abwicklung des Antrags- und Genehmigungsverfahrens für Großraum- und Schwertransporte (GST) aller 16 Bundesländer, des Bundes sowie der Autobahn GmbH des Bundes. Vemags ist das Akronym für das „VErfahrensMAnagement für Großraum- und Schwertransporte".



Behebung der Probleme läuft

An verschiedenen Stellen werde bereits intensiv an Lösungen gearbeitet. Nach Einschätzung des Verbandes ist jedoch nicht auszuschließen, dass einzelne Probleme, die nicht kurzfristig behoben werden können, über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben.

LBT empfiehlt zusätzliche Kontrollen

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Verband den Anwendern, ihre Vorgänge in Vemags derzeit besonders sorgfältig zu überwachen.

Dazu gehören insbesondere:

  • die Kontrolle, ob Anträge korrekt aus dem System übermittelt wurden,

  • die Prüfung, ob die zuständigen Behörden die Anträge erhalten haben,

  • die genaue Kontrolle des Bearbeitungsstatus sowie ausgestellter Bescheide,

  • die Dokumentation von Auffälligkeiten und Veränderungen mittels Screenshots sowie

  • sich aktuell nicht ausschließlich auf die automatisierte Verarbeitung innerhalb des Systems zu verlassen.

Zeitkritische Schwertransporte besonders im Blick behalten

Insbesondere bei zeitkritischen Großraum- und Schwertransporten empfiehlt der Verband eine engmaschige Kontrolle der laufenden Verfahren, um mögliche Auswirkungen der technischen Probleme frühzeitig zu erkennen.

Weiterer Hotfix am 14. August eingespielt

Zudem wurde am 14. August 2026 ab etwa 12:30 Uhr ein weiterer Hotfix eingespielt. Während der Installation steht die Vemags-Umgebung kurzfristig nicht zur Verfügung.

Der Hotfix umfasst nach Angaben des LBT folgende Korrekturen:

  • MT15813: Fehlende, nicht zugeordnete Streckenauflagen im Bescheid

  • MT15849: Unbeabsichtigte Änderung von Fahrzeugdaten bei einer Antragsänderung

  • MT15803: Verarbeitung zugelieferter Streckenauflagen bei unterschiedlichen Anhörungswegen

  • MT15845: Fehlerhafte Anzeige der Fehlermeldung 3406 bei Stellungnahmen

  • MT15835: Fehlerhafte Anzeige der Fehlermeldung 3407 im Bescheid

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