Die Bundestagsabgeordnete Schahina Gambir tauschte für einen Tag den Parlamentsalltag gegen den Hafenbetrieb: Im Rahmen eines vom Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) initiierten Hafenpraktikums war sie zu Gast beim Mindener Hafen. Dabei erhielt sie auf den Containerterminals des Mindener Industriehafens und des Regioports OWL Einblicke in die Abläufe und Herausforderungen der modernen Hafenlogistik. Auf dem Programm standen mehrere praktische Stationen, bei denen Gambir auch tatkräftig mit anfassen durfte. Eine klassische Umschlagtätigkeit im Hafen lernte sie beim Bedienen des Portalkrans im Regioport kennen, wobei sie außerordentliches Geschick bewies. Im Industriehafen II begleitete sie das Umschlagen eines Containers mit einem Reachstacker.
Während des Praktikums blieb auch Zeit für Gespräche über Hürden, Potenziale und politische Rahmenbedingungen. Beim Betrieb von Binnenhäfen liegen traditionell die größten Herausforderungen in der Finanzierung der Instandhaltung und Instandsetzung von Hafeninfrastrukturen. Das Problem wurde auch von Gambir erkannt: „Über viele Jahre wurde zu wenig in unsere Verkehrs- und Transportinfrastruktur investiert. Umso wichtiger ist es jetzt, sie gezielt zu modernisieren und den Güterverkehr dort, wo es sinnvoll und möglich ist, stärker von der Straße auf die Schiene und die Binnenschifffahrt zu verlagern. Das stärkt unseren Wirtschaftsstandort und ist zugleich ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“
Mit dem Hafenpraktikum will der Branchenverband Hafenwirtschaft für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der Bundes- und Landespolitik erlebbar machen. Hautnah wird erfahren, wie ein Hafen funktioniert und welche Leistungen dort täglich erbracht werden. Begleitet werden die Praktikanten von erfahrenen Praktikern, die Ihnen Einblick in ihre vielfältigen Tätigkeiten geben und ihre Fragen beantworten.