Ehemaliges DDR-Raketenschiff kehrt von Werft zurück

16.03.2026 16:06 Uhr | Lesezeit: 2 min
DDR-Raketenschiff „Hans Beimler“
Das Museumsschiff „Hans Beimler“, das letztes Raketenschiff der DDR-Volksmarine, ist nun wieder instand gesetzt.
© Foto: Förderverein Peenemünde/Thomas Köhler

Vier Raketen, 56 Meter lang und für schnelle Einsätze konzipiert – das ehemalige DDR-Raketenschiff „Hans Beimler“ ist das letzte seiner Art. Nun war es wieder unterwegs - ein seltenes Schauspiel.

In Deutschland ist es das letzte größere Kampfschiff der Volksmarine der DDR. Nun ist das Museumsschiff „Hans Beimler“ nach einem Werftaufenthalt wieder für längere Zeit weitgehend instand gesetzt. Das ehemalige Raketenschiff hat auf dem Rückweg von der Wolgaster Peene-Werft die dortige Klappbrücke passiert.

Das in den 1980er Jahren in Russland gebaute und etwa 56 Meter lange Schiff ist das letzte verbliebene Schiff von ursprünglich fünf seiner Klasse, wie Lutz Hübner erklärt. Er ist Schatzmeister des Fördervereins Peenemünde. Mit seinen vier Raketen an Rügens Küste stationiert, sollte die „Hans Beimler“ andere Schiffe bekämpfen. „Schnell rausfahren, Ziel erfassen, bekämpfen, wieder nach Hause kommen“, wie Hübner sagt.

Ganz so schnell war das Schiff am Donnerstag (12.3.2026) nicht unterwegs. Für die Überführung zurück zum Liegeplatz in Peenemünde war die „Hans Beimler“ auf zwei Schlepper angewiesen.

Letzter Werftaufenthalt 1993

Auf der Peene-Werft sei der Bereich des Schiffes, der sich normalerweise unter Wasser befindet, mit einem neuen Anstrich konserviert worden. „Der Mast wurde auch neu konserviert“, fügte Hübner hinzu. Das letzte Mal sei das Schiff 1993 auf der Werft gewesen. Dieses Jahr soll laut Hübner im Rahmen eines Arbeitseinsatzes auch noch das Deck gestrichen werden. „Durch die vielen Besucher müssen wir das öfter machen.“ 18.000 Menschen seien im vergangenen Jahr auf das Schiff gekommen.

Allein der Werftaufenthalt habe etwa 100.000 Euro gekostet, zuzüglich der Schlepperkosten. Ein Teil stamme aus den Eintrittsgeldern, vom Verein, aber auch von Spenden. Weil während des Werftaufenthaltes klar wurde, dass umfangreichere Arbeiten als geplant notwendig sind, hatte der Verein Anfang des Jahres einen Spendenaufruf gestartet. „Ohne die Spenden, die wir jetzt im letzten Monat gekriegt haben, hätten wir es nicht gepackt“, sagt Hübner. Ihm sei es wichtig, sich dafür zu bedanken.

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