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Güterzugunglück: ENDEGS unterstützte Rettungskräfte beim Zugunglück von Gifhorn

01.12.2022 11:42 Uhr | Lesezeit: 3 min
Endegs
ENFEGS unterstützte die Bergungsarbeiten nach dem Güterzugunglück auf der Strecke Berlin Hannover vom 17. November.
© Foto: ENDEGS

Vier havarierte Kesselwagen, die beim Zugunglück vom 17. November auf der Bahnstrecke von Berlin nach Hannover aus dem Gleis geschleudert worden waren, hatten Propan an Bord, was zu einer erhöhten Explosionsgefahr führte. Die Experten für industrielle Emissionsminderung von ENDEGS unterstützen die Rettungsarbeiten mit einer mobilen Stickstoffanlage und Fachpersonal.

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In Folge des Aufpralls waren vier der mit Propan gefüllten Kesselwagen entgleist und umgekippt. Da das Gas stellenweise austrat, waren die Rettungsarbeiten durch eine erhöhte Explosionsgefahr besonders erschwert. Die Herausforderung bestand darin, die Kesselwagen vor der Bergung zu leeren. Zur Unterstützung der Rettungsarbeiten kam dabei eine mobile Stickstoffanlage von ENDEGS inklusive Betriebspersonal zum Einsatz. „Zunächst ging es darum, die durch das Propan bestehende Gefahrenlage zu beenden. Eine Flammenbildung sowie das Entzünden des Propans wären katastrophal gewesen. Dafür haben wir die vier havarierten Kesselwagen mit Stickstoff inertisiert“, sagt David Wendel, Geschäftsführer der ENDEGS Operations.
„Stickstoff als sogenanntes Inertgas reagiert nicht mit anderen Stoffen und beteiligt sich daher nicht an ungewünschten Reaktionen wie etwa Oxidation, die ein Entzünden des Propans auslösen würden. Daher haben wir Stickstoff hinzugefügt, um das Propan aus dem Kesselwagen zu spülen. Die Notfackeln der Feuerwehren können nur Druck abbauen, verfügen aber nicht – wie unsere Brennkammern – über ein Gebläse zum Ansaugen der Kohlenwasserstoffe. Daher benötigt man ein Medium, um das Propan rauszudrücken, um es der Fackel zuzuführen und die Konzentration im Kesselwagen/Tank unter die UEG (untere Explosionsgrenze) zu bringen. Dies haben wir mit Stickstoff erreicht.“
„Wir sind stolz, dass wir bei einem solchen großen Notfalleinsatz mithelfen und die Einsatzkräfte bei der Bergung unterstützen konnten“, sagt Kai Sievers, Gründer und CEO der ENDEGS. „Indem wir die Kesselwagen mit Stickstoff inertisiert haben, ließ sich das Propan den Fackeln der Feuerwehren zuführen, mit denen das Gas dann sicher verbrannt werden konnte. Anschließend konnten die Aufräumarbeiten aufgenommen werden, um die Kesselwagen abzutransportieren.“

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