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Uni-Projekt: Studierende der Hochschule München entschlammen den Hafen Kelheim

Vorher teuer und aufwändig, heute effizient und unabhängig: Mit dem Motorboot können Mitarbeiter:innen des Kelheimer Hafens nun regelmäßig eigene Kontrollfahrten durchführen und den Hafenschlamm im Auge behalten.
© Foto: Benjamin Kormann

Mit einem digitalen Sensoriksystem rücken Studierende der Hochschule München (HM) dem Schlamm im Hafenbecken des Hafens Kehlheim zuleibe, um künftig das Aufkommen von Schlamm besser regulieren zu können.


Datum:
10.11.2022
Autor:
cbo
Lesezeit: 
3 min
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Der Schlamm im Hafenbecken wird im Hafen Kehlheim immer mehr zum Störfaktor für einen nachhaltigen Betrieb. Im Extremfall kann der Schlamm den Hafen so blockieren, dass Schiffe nicht mehr kontrolliert anlegen können. Mindestens einmal jährlich muss derzeit der Hafenschlamm durch eine externe Firma vermessen und später ausgebaggert und auf einer Deponie entsorgt werden. Das verursacht einerseits hohe Kosten und ist auch nicht besonders nachhaltig. HM-Studierende entwickelten deshalb ein Sensoriksystem, das sie auf einem Boot installierten. Damit kann der Zweckverband Häfen in Kelheim den Hafenschlamm nun selbstständig mit regelmäßigen Kontrollfahrten vermessen. Durch eine Cloud-basierte Plattform können die Daten außerdem in Bezug zu weiteren Werten, wie PH-Wert des Wassers, Wetterlage, oder saisonale Ereignisse gesetzt werden. Das soll zukünftig dafür sorgen, den Hafenschlamm besser zu verstehen und ihn durch geeignete Maßnahmen möglichst gering zu halten.
 
Vom Problem zur Innovationschallenge
HM-Professor Benjamin Kormann der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik erfuhr von dem Problem des Hafenschlamms in Kelheim und organisierte dafür im Sommersemester 2022 ein Studienprojekt. Das Digital Transformation Lab der HM unterstütze dabei und half, die Schlamm-Problematik in eine Innovationschallenge zu entwickeln. Sechs Studierende des BA-Studiengangs Elektro- und Informationstechnik (EI) sowie sechs Studierende des MA-Studiengangs Elektrotechnik (EL) stellten sich als Team gemeinsam der Herausforderung, eine Lösung für das Vermessen und Erforschen des Hafenschlamms zu finden. Um den Hafenschlamm ohne externe Hilfe vermessen zu können, installierte die Studierendengruppe stationäre Sensoren im Hafenbecken. In ein Motorboot bauten sie zusätzlich eine modulare Vermessungseinheit ein. „Digitalisierung ist grundlegende Voraussetzungen, um etwas zu analysieren und in diesem Fall dem Hafenschlamm auf den Grund zu gehen“, sagt HM-Professor Benjamin Kormann zum Hafen-Projekt der Hochschule.

Die digitale Auswertung der Vermessung zeigt das Ausmaß des angesammelten Hafenschlamms in einer Tiefenkarte a.
© Foto: Hochschule München
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