Gute Nachrichten zum Jahresempfang des Rostocker Fracht- und Fischereihafens (RFH) im „Studio 301“ am Alten Hafen in Marienehe. Der RFH hat im ersten Quartal 2026 mit einem Güterumschlag von 248.000 Tonnen an das hohe Umschlagsniveau des Vorjahres (1. Quartal 2025: 244.000 Tonnen) angeknüpft. Im gesamten Jahr 2025 standen 951.000 Tonnen umgeschlagener Güter zu Buche. Hauptgutarten waren wiederum Holz und Düngemittel.
Unabhängig von der derzeit volatilen Marktsituation sei es für die weitere Entwicklung des RFH entscheidend, regelmäßig und vorausschauend zu investieren. Jährlich fließen laut Pressemitteilung sechs- bis siebenstellige Investitionssummen beispielsweise in die Ertüchtigung des hafeneigenen Schienennetzes, die weitere Digitalisierung der Betriebsabläufe und in die Modernisierung von Gewerbeimmobilien. Für das aktuell umfassend sanierte Hafengebäude 206 konnte unter anderem mit der DB Service, eine Tochterfirma der Deutschen Bahn, als Mieter mit bedeutsamen Langfristvertrag von mindestens zehn Jahren gewonnen werden. Seit Beginn des Monats April dieses Jahres ist die DB Services vor Ort vertreten.
Geplante Investitionen
Zudem investiert der RFH in die Modernisierung seiner Umschlagtechnik. In den nächsten Wochen kommt ein neuer Umschlagbagger vom Typ Sennebogen 875 E zum Einsatz. Mit einer Auslage von 30 Metern kann der Hafen künftig auch größere Schiffe mit Ladekapazitäten von über 15.000 Tonnen effizient abfertigen. Im zweitgrößten Rostocker Hafen können Frachtschiffe bis zu einer Länge von 180 Metern festmachen.
Einen Investitionsschwerpunkt in den kommenden Jahren bildet die Hafeninfrastruktur. Inzwischen gestartet sind planerische Vorbereitungen für die etappenweise Modernisierung des 1.100 Meter langen Warnowkais. Bei der millionenschweren Investition setzt der RFH auf staatliche Unterstützung. Die Einordnung des Modernisierungsprojektes als „strukturbedeutsame Investition“ würde es der öffentlichen Hand erlauben, diese Investition zu mindestens 75 Prozent zu fördern.