Bilger wirbt um Geduld bei Infrastrukturmodernisierung
Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat die Erwartungen an die Wirkung der zusätzlichen Infrastrukturmittel gedämpft. Zwar seien Verbesserungen bei Straßen, Schienen und weiteren Verkehrsträgern möglich, kurzfristige Effekte dürften jedoch nicht erwartet werden.
Nach seinen Worten werden umfangreiche Investitionen zwangsläufig mit Baustellen, Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen verbunden sein.
Mehr Geld bedeutet zunächst mehr Baustellen
Bilger betonte, dass die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur Zeit benötige. Insbesondere bei der Sanierung und dem Ausbau von Straßen- und Schienennetzen seien Bauarbeiten unvermeidlich.
Für Verkehrsteilnehmer könne dies vorübergehend zusätzliche Belastungen bedeuten. Im Bahnverkehr seien beispielsweise Einschränkungen und Verspätungen während der Bauphasen nicht auszuschließen.
Gleichzeitig verwies der Minister darauf, dass auf einzelnen Strecken bereits erste Verbesserungen sichtbar seien.
Planung und Umsetzung sollen schneller werden
Optimistisch zeigt sich Bilger mit Blick auf die Umsetzung geplanter Projekte. Grundlage dafür sei das jüngst verabschiedete Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen soll.
Damit sollen Projekte schneller von der Planung in die Umsetzung gelangen. Der Minister kündigte an, die neuen Möglichkeiten konsequent nutzen zu wollen und dabei eng mit Ländern und Koalitionspartnern zusammenzuarbeiten.