Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen, sagte Stéphane Dujarric in New York. Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen, fügte er mit dem Verweis auf ein Online-Dashboard mit, mit dessen Hilfe sich unter anderem die Preisentwicklungen angesichts der blockierten Meerenge am Persischen Golf beobachten lassen.
Iran hat Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen gebracht
Der Iran hat mit seinen Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Islamische Republik nutzt diese Strategie als Druckmittel in den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über ein Ende des Kriegs. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden. Die Meerenge ist von enormer Bedeutung für die Weltwirtschaft, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs.
Weltmarktpreise für Rohöl stark gestiegen
Da aktuell kaum noch Schiffe die Straße von Hormus passieren, sind die Weltmarktpreise für Rohöl und Flüssiggas kräftig gestiegen. Vor dem Krieg hatten Tanker ein Fünftel der weltweit benötigten Ölmenge durch die Straße von Hormus transportiert. Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten.