Hafen Linz erhält Staatspreis für Klimawandelanpassung

30.03.2026 17:27 Uhr | Lesezeit: 2 min
Hochwasserschutzprojekt „Save Port of Linz“
Das Hochwasserschutzprojekt „Save Port of Linz“ gewinnt den Staatspreis für Klimawandelanpassung.
© Foto: Linz AG/Fotokersch

Das Hochwasserschutzprojekt Save Port of Linz wurde am 19. März 2026 mit dem Clia – Staatspreis für Klimawandelanpassung (3. Platz) ausgezeichnet.

Am 19. März 2026 erfolgte in Wien die offizielle Verleihung des Clia 2026 – Österreichischer Staatspreis für Klimawandelanpassung. Neben einer Fachjury hat auch ein Publikums-Voting zu je 50 Prozent über die Platzierung der nominierten Projekte entschieden. In der Kategorie „Hochwasser/Starkregen“ hat das Hochwasserschutzprojekt „Save Port of Linz“ des Linz Hafen den dritten Platz errungen. „Das innovative und zukunftsorientierte Projekt ‚Save Port of Linz‘ ist ein sichtbares Zeichen für nachhaltiges Handeln zum Schutz unseres Lebensraums und unserer Infrastruktur. Gleichzeitig stärkt und stützt der neue Hochwasserschutz die für die oberösterreichische Wirtschaft so bedeutende Logistikdrehscheibe Hafen Linz“, betont DI Erich Haider, Generaldirektor der Linz AG.

Realisierung eines innovativen Hochwasserschutzsystems

Das Linzer Hafengebiet ist durch klimawandelbedingte Extremereignisse wie Starkregen und Hochwasser zunehmend gefährdet. Mit dem Jahrhundertprojekt „Save Port of Linz“ wurde ein innovatives Hochwasserschutzsystem realisiert, das den Handelshafen, angrenzende Industrieflächen und innerstädtische Gebiete auf rund 560 Hektar vor einem bis zu 300-jährlichen Hochwasser schützt. Herzstück ist ein 26 Meter breites Hochwasserschutztor mit integrierten Pumpen, ergänzt durch 900 Meter mobile Schutzelemente, die Verstärkung bestehender Dämme und eine Notlände. „Save Port of Linz“ sichert die Funktionsfähigkeit einer zentralen Logistikdrehscheibe und vermeidet beziehungsweise reduziert Hochwasserschäden nachhaltig. Das Projekt wurde als Gemeinschaftsprojekt von den Firmen Linz Service – Bereich Hafen und der IG Winterhafen, bestehend aus den Firmen JMT Beteiligungs, Plasser & Theurer und Öswag abgewickelt.

Österreichischer Staatspreis für Klimawandelanpassung

Clia (= Climate Adaptation) ist der Österreichische Staatspreis für Klimawandelanpassung, der erstmals im Jahr 2024 vergeben wurde. Als höchste staatliche Auszeichnung holt der Staatspreis besonders vorbildhafte Anpassungsprojekte vor den Vorhang und würdigt jene Akteure, die erfolgreiche Maßnahmen und Projekte gemäß den Kriterien der guten Anpassung an den Klimawandel umgesetzt haben. Vorrangiges Ziel dabei: Menschenleben zu schützen, die biologische Vielfalt zu erhalten, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und hohe Kosten zu vermeiden. Für den Clia 2026 sind knapp 80 Einreichungen aus ganz Österreich eingegangen. Insgesamt 14 davon haben es ins Finale geschafft.

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