Im Seehafen Emden wurden im Jahr 2025 rund 1.190.000 Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns über die Kaikante umgeschlagen. Trotz eines Rückgangs um rund 50.000 Fahrzeuge habe sich der Emder Hafen damit erneut als zentrale maritime Drehscheibe für die 14 Produktionsstandorte des Autobauers in Deutschland und Europa behaupten können, heißt es in einer Pressemitteilung. „Angesichts der weltweiten Turbulenzen im letzten Jahr sind wir mit diesen Zahlen zufrieden“, sagte Manfred de Vries, Geschäftsführer der Autoport Emden und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Emder Hafenförderungsgesellschaft (EHFG). Schwankungen von 50.000 Fahrzeugen kämen bei diesem Volumen immer einmal vor. Für 2026 erwartet de Vries einen Umschlag von rund 1.150.000 Autos im Emder Hafen.
Insgesamt machten im vergangenen Jahr fast 560 Schiffe im Emder Hafen fest, um Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu laden oder zu löschen. Dabei waren auch 13 Autotransporter im Langzeitcharter des Volkswagen-Konzerns zwischen Emden und den Kontinenten auf der Welt im Einsatz. Von Emden aus wurden Fahrzeuge in 13 Länder mit 20 Häfen exportiert. Aus dem Ausland kamen Schiffe aus sechs Ländern mit acht Häfen, um Fahrzeuge aus den ausländischen VW-Werken für den europäischen Markt nach Emden zu bringen.
Exportanteil von bei 70 Prozent
Exportiert wurden über den Emder Hafen rund 842.000 Fahrzeuge (Vorjahr: 861.000). Damit lag der Exportanteil wie im Vorjahr bei 70 Prozent. Mit 388.000 Automobilen gingen die mit Abstand meisten Fahrzeuge wieder nach England, gefolgt von den USA mit 205.000 und Japan mit 45.000 Exemplaren. Die übrigen Fahrzeuge gingen nach Spanien, Irland, Kanada, Portugal, Taiwan, Mexiko sowie in verschiedene Länder Europas. Am meisten litt dabei mengenmäßig das USA-Geschäft wegen der dortigen Erhöhung der Einfuhrzölle.
Aus dem Ausland importiert wurden in Emden 348.000 Fahrzeuge (Vorjahr: 379.000). Der Anteil der Importe im Emder Hafen lag damit wie im Vorjahr bei 30 Prozent. Mit 125.000 Exemplaren kamen erneut die meisten eingeführten Automobile aus Südafrika. Aus Portugal erreichten etwas mehr als 102.000 Fahrzeuge den Emder Hafen und aus Mexiko gut 67.000. Aus Spanien kamen fast 49.000 Produkte des Volkswagen Konzerns in Emden an.
Aufgeteilt nach Marken dominierten erneut Volkswagen mit 478.000 und Audi mit 352.000 Autos. Dies entsprach einem Anteil von 40 bzw. 30 Prozent. Aber auch 117.000 Škoda, 116.000 Porsche, 65.000 Volkswagen Nutzfahrzeuge und 43.000 Seat prägten im letzten Jahr das Umschlagsgeschehen im Emder Außenhafen. 7.400 Bentley und fast 4.500 Lamborghini komplettierten das Bild vom Autoumschlag im westlichsten Seehafen Deutschlands.