Vor fünf Jahren wurde der Aktionsplan Westdeutsche Kanäle auf den Weg gebracht. Das Kanalnetz verbindet wichtige Wirtschaftsstandorte im Ruhrgebiet mit dem Rhein, Niedersachsen, den östlichen Bundesländern und den Häfen an Nord- und Ostsee. Der Aktionsplan bündelt notwendige Maßnahmen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieses Netzes, setzt Prioritäten und schafft die Grundlage für ihre langfristige Umsetzung.
Erste Erfolge bei der Modernisierung von Schleusen
Ein wichtiger Meilenstein gelang 2025 mit der Fertigstellung der Schleuse Gleesen am Dortmund-Ems-Kanal. Für die Schleuse Rodde ist die Fertigstellung und Inbetriebnahme für 2028 vorgesehen, Restarbeiten sollen 2029 folgen. An der Schleuse Bevergern hatten die vorbereitenden Arbeiten bereits Jahre zuvor begonnen. Mit dem ersten Spatenstich am 20. Oktober 2026 wird dort ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht werden. Um die verbleibenden Arbeiten zu beschleunigen, sollen die Schleusen Hesselte und Venhaus nach der Fertigstellung der Schleuse Bevergern im Jahr 2032 gemeinsam modernisiert werden. Laut Planung könnte somit eine Beseitigung der Engstellen für die Schifffahrt am nördlichen Dortmund-Ems-Kanal bis 2036 stattfinden.
Mit langem Atem und vereinten Kräften
Die vergangenen fünf Jahre zeigten, dass sich große Infrastrukturvorhaben nur mit langfristiger Perspektive, verlässlichen Rahmenbedingungen und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten umsetzen ließen. Die kontinuierliche Fortführung des Aktionsplans blieb daher entscheidend, um die westdeutschen Kanäle als leistungsfähige und zuverlässige Verkehrswege für die Zukunft zu erhalten und weiterzuentwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt.