Emder Außenhafen: Großschiffliegeplatz wächst

17.06.2026 09:53 Uhr | Lesezeit: 2 min
Großschiffliegeplatz im Emder Hafen
Der Großschiffliegeplatz entsteht auf einer Länge von rund 337 Metern und wird künftig die Abfertigung großer Fahrzeug- und Stückgutschiffe ermöglichen.
© Foto: Andreas Burmann/NPorts

Der Aufsichtsrat von Niedersachsen Ports (NPorts) hat sich Anfang der Woche (15. Juni 2026) über den Fortschritt der Bauarbeiten am neuen Großschiffliegeplatz im Emder Außenhafen informiert.

Der neue Großschiffliegeplatz schafft die infrastrukturellen Voraussetzungen, um die Auswirkungen der geplanten Tidesteuerung auf die Hafenlogistik auszugleichen und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung des Hafenstandorts Emden langfristig zu sichern. Der neue Liegeplatz entsteht auf einer Länge von rund 337 Metern, wird für Schiffe bis zu 265 Metern Länge, 36,5 Metern Breite und 10,70 Metern Tiefgang ausgelegt und wird künftig die Abfertigung großer Fahrzeug- und Stückgutschiffe ermöglichen. Die Fertigstellung des Projekts ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Millionen Euro ist der Großschiffliegeplatz ein zentrales Vorhaben des Masterplans Ems 2050 und soll die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Emder Hafens sichern.

Baufortschritt liegt derzeit bei rund 25 Prozent

Auf der Baustelle wurden in den vergangenen Monaten wichtige Meilensteine erreicht. Sämtliche 83 Tragrohre für das neue Kajenbauwerk wurden bereits eingerüttelt und nachgerammt. Darüber hinaus sind aktuell acht von insgesamt 42 Tragprofilen eingebaut. Als nächster Schritt beginnt zeitnah der Einbau der Zwischenbohlen. Für das Projekt wurden bislang rund 3.700 Tonnen Stahl auf die Baustelle geliefert, von denen bereits etwa 2.900 Tonnen verbaut sind. Zudem wurden rund 31.000 Kubikmeter Material gebaggert. Die wasserseitige Kampfmittelsondierung ist mit rund 7.200 untersuchten Verdachtspunkten weitgehend abgeschlossen.

Auch an der bestehenden Infrastruktur wurden Arbeiten durchgeführt: Der Leinensteg am Emskai wurde zurückgebaut, die neuen Sturmpoller sind bis auf abschließende Asphaltarbeiten fertiggestellt. In den kommenden Tagen beginnt der Rückbau des Deckwerks. Insgesamt liegt der Baufortschritt derzeit bei rund 25 Prozent. Auf der Baustelle sind aktuell etwa 35 Beschäftigte im Einsatz. Die Arbeiten verlaufen insgesamt im Rahmen der Projektplanung. Sowohl die Kosten als auch das Ziel einer Fertigstellung im Jahr 2027 bleiben unverändert bestehen.

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